Kein Andrang bei der Vorpremiere in Oberhausen

Theaterleiterin Nathalie Schulte-Ostrop arrangiert die Dekoration im Foyer.
Theaterleiterin Nathalie Schulte-Ostrop arrangiert die Dekoration im Foyer.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Bei der Vorpremiere des Films „Fifty Shades Of Grey“ in Oberhausen blieb der Andrang aus, doch für die Tage danach hat das Cinestar schon weitere Säle für den Film reserviert.

Oberhausen.. Der Film zum weltweiten Bestsellers „Fifty Shades Of Grey“ fesselte in der Premierennacht nur wenige Gäste an die Kinosessel. Bei der Vorpremiere der Verfilmung des Skandalbuchs „Fifty Shades Of Grey“ im Cinestar am Centro bleibt der große Besucherandrang aus. Die ersten Fans fällten in der Nacht zum Donnerstag ihr Urteil über den Film zum Skandalbuch.

Ich konnte mich kaum dem Aufsehen entziehen, das der Film schon vor Veröffentlichung erregte. Auch die Werbeflächen Richtung Kino sind bestückt mit den Plakaten zu „Fifty Shades Of Grey“. Die Kinobetreiber versprechen sich einen prickelnden Erfolg von der Roman-Verfilmung.

Hohe Erwartungen noch übertroffen

„Meine persönliche Prognose ist, der Film wird von den Besucherzahlen her dieses Jahr nicht getoppt“, sagt Richard Green, Abendleitung im Village Cinestar Kino. "In der ersten Woche waren einige Vorstellungen zum Teil ausverkauft, deshalb haben wir uns entschieden, fünf weitere Säle aufzumachen, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Es gibt also noch genügend frei Plätze“, sagt Green.

„Das hat selbst unsere hohen Erwartungen noch übertroffen“, sagt Green. Heute Abend allerdings, wird es noch nicht kuschelig unter den Besuchern. „Die meisten müssen ja morgen früh arbeiten“, erklärt Green. In dem Foyer des Kinos schleichen nur ein paar Gäste vor der Popcorntheke herum. So wie Michaela Pirrello und Charlotte Fenudi. Die Freundinnen haben sich spontan überlegt, ins Kino zu gehen. Die Roman-Trilogie haben die beiden verschlungen und freuen sich nun auf den Film.

Die knapp 600 Seiten des Bestseller-Romans wurden von Regisseurin Sam Taylor-Johnson auf rund 130 Minuten zusammengedampft. Wobei die Geschichte um die Studentin Anastasia Steel und den sechs Jahre älteren Christian Grey schnell erzählt ist. Die 21-jährige Steel interviewt für ihre Unizeitung den Milliardär Christian Grey und fühlt sich gleich von ihm an- und später dann auch ausgezogen. Denn Greys Vorliebe für Fesselspiele bieten den Grundstoff für die etlichen Sadomasoszenen der Buchvorlage. Und so taucht die Protagonistin schnell ein in eine Welt aus Leidenschaft, Sex und Geld. Über 70 Millionen Leser fesselte der Roman weltweit, mehr als 5,7 Millionen Exemplare gingen in Deutschland bereits über die Ladentheke.

Das Urteil über die Kinoumsetzung fällt schließlich zweigeteilt aus. Während die männlichen Besucher über den aktuellen Hype um den Film nur den Kopf schütteln können, haben die weiblichen Zuschauer zufrieden die Kinosäle verlassen.