Katzen im Chaos
26.03.2009 | 16:25 Uhr 2009-03-26T16:25:00+0100
Mülheim. Mehr als 30 Katzen hat der Oberhausener Tierschutzverein aus einer Mülheimer Wohnung befreit. Die Tiere wurden in verschiedenen Tierheimen untergebracht.
„Wir haben schon oft Katzen aus schlechter Haltung geholt. Aber derart verstörte Tiere hatte ich noch nie.” Monika Schnädter, Mitglied im Tierschutzverein Oberhausen und Katzenexpertin, ist erschüttert, wenn sie an das Chaos in einer Styrumer Wohnung denkt. Mehr als 30 Katzen lebten dort. Allein.
Katzen im Chaos
„Der Wohnungsmieter, der lange keine Miete gezahlt hatte, war offenbar seit Monaten verschwunden”, so die Tierschützer, die vom Inhaber des Hauses gerufen worden waren, um die Tiere zu retten. Vor der Zwangsräumung, die eigens deshalb um zwei Tage verschoben worden sei. Monika Schnädter: „Die Katzen wurden zwar gefüttert, aber das war auch schon alles.” Es habe zum Himmel gestunken in dem Mehrfamilienhaus.
Tierheim Sonsbeck hat geholfen
Die Katzenretter konnten zwölf Samtpfoten ins Tierheim Sonsbeck vermitteln: „Das für uns zuständige Tierheim in Mülheim hat hingegen nicht eine aufgenommen”, bedauert Monika Schnädter, die nun noch 14 Tiere in ihrem Katzenhaus beherbergt. Und aufpäppelt.
Inzwischen hat ein Tierarzt die Katzen auf Herz und Nieren untersucht. Keine war kastriert. Auch das wurde nachgeholt. Monika Schnädter: „Alle Tiere sind zwischen einem und etwa drei Jahren alt. Wir wundern uns, wo die ganz jungen und die Alten sind?” Auf diese Frage gibt es bislang keine Antwort.
Ängstliche Katzen suchen ein Zuhause
Sicher ist, dass die beiden Katzen und die Kater nun in gute Hände vermittelt werden sollen, denn für so viele Stubentiger fehlt den Tierschützern der Platz. Und Stubentiger sind sie allesamt, keines kennt Freigang.
„Und es sind keine Anfängerkatzen”, betont Schnädter, „ich habe einige langsam so weit, dass sie sich streicheln lassen. Aber für jedes dieser Tiere braucht der neue Besitzer ganz viel Geduld und Katzenerfahrung.” Auffällig sei vor allem, dass die Tiere immer dann in Panik geraten, wenn sie menschliche Schritte hören: „Sie haben Angst vor unseren Füßen.” Nur langsam fassen sie wieder Vertrauen, nutzen zaghaft das Kuschelangebot der Tierschützer: „Aber sobald wir uns bewegen, sind sie weg und verstecken sich.”
Während Monika Schnädter am liebsten die Katzen und Kater jeweils zu zweit vermitteln würde, wartet ein Kater auf einen Solo-Platz: „Der Karthäuser-Mix ist unser Sensibelchen, der die anderen meidet und in der Gruppe schlicht untergeht.” Die Tierschützer stehen den neuen Besitzern mit Rat und Tat zur Seite: „Dann haben die jungen Tiere gute Chancen, wieder richtige Katzen zu werden.”

16:19
Interessant ist jedoch was mit den Alt und Jungkatzen passiert ist. Die Verschwinden ja nicht einfach so? Wurden die von dem ehemaligen Mieter mitgenommen als Erinnerung? Und wer hat die Tiere denn gefüttert? Der ehemalige Mieter? Hatte der denn keine Angst ob...achne...sicher nicht. Es interessierte sich ja keiner dafür was er da mit seinen 30 Tieren macht...obwohl, es müssten ja mehr sein, wenn einige Tiere fehlen!
16:06
Einfach Desinteresse der Anwohner. Schlimm! Abgesehen davon, es muss ja schon länger so laufen. Die Tiere vermehren sich ja nicht von heute auf morgen.
15:46
Mal davon abgesehen das so viele Katzen einen Heidenlärm machen müssten. Ich selbst habe einen Kater und eine Katze und die Katze miaut gerne mal und der Kater singt auch schon mal mit dem Kater der Nachbarin ;-) Außerdem springen Katzen/Kater gerne irgendwo rauf und wieder runter und auch das macht Lärm, wenn ein Tier von nem 2m hohen Schrank runterspringt.
11:42
Vielleicht haben die Mieter ja genauso gestunken und darum hat keiner etwas bemerkt!
In unserem Haus wäre so etwas sofort aufgefallen.
11:05
Es habe zum Himmel gestunken in dem Mehrfamilienhaus.
Und wiedermal hat kein anderer Mieter etwas bemerkt!!!!