Katholische Pfarrer freuen sich über schöne Gewänder

Die neue Gesprächsreihe des Oberhausener Gasometers in Zusammenarbeit mit der katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ ist nach Angaben der Veranstalter erfolgreich gestartet – mit einer Debatte über Schönheit.

Was dem einen seine korrigierte Nase ist dem Supermodell das Bildbearbeitungsprogramm: „Ohne Photoshop geht da gar nichts“, erklärte Stardesigner Thomas Rath im Rahmen der Auftaktveranstaltung im großen Rund der Gasometer-Manege. Die drei Talkgäste plauderten gut gelaunt aus dem Nähkästchen. So verriet Pfarrer Gary Lukas Albrecht, dass auch er durchaus Wert auf eine ansehnliches Messgewand lege und die Kirche gar nicht so schönheitsfeindlich sei, wie man gemeinhin annimmt – und auch einen Gang zum Schönheitschirurgen für akzeptabel halten könne.

Afschin Fatemi wiederum, selbst einer der derzeit erfolgreichsten Vertreter dieser Branche, nahm für sich in Anspruch, nur dann zum Skalpell zu greifen, wenn dies nicht nur ästhetisch, sondern auch ethisch für ihn vertretbar sei. Dabei seien die Maßstäbe oft sehr unterschiedlich: „Im Iran gehört es zum Beispiel zum guten Ton, sich die Nase operieren zu lassen – und das öffentlich zu zeigen“.

Fortgesetzt wird die Gesprächsreihe am 20. Mai mit dem Berliner Autor Ulrich Renz, der sich auf die Suche nach der „Schönheitsformel“ gemacht hat, und der Kabarettistin Gerburg Jahnke, die erstaunlicherweise erstmalig im Gasometer auf der Bühne stehen wird. Die Diskussion beginnt um 19.30 Uhr. Vor und nach der Veranstaltung (Einlass 18.30 Uhr, Schließung 22 Uhr) kann man die Ausstellung „Der schöne Schein“ besichtigen. Der Eintritt beträgt 15 Euro (ermäßigt 12 Euro). Infos: www.gasometer.de