Karussell sorgt für die besondere Note
19.02.2010 | 19:39 Uhr 2010-02-19T19:39:00+0100
Ohne Blues und Boogie Woogie kein Rock, kein Pop, kein Musical. Der Jazz lebt und deshalb sei die Wahl der WAZ-Leser richtig. Die hatten mit großer Mehrheit für Kuros Jazz-Karussell als Träger des Kruft-Kulturpreises 2009 votiert.
Und Kuro alias Walter Kurowski übt sich da am Donnerstagabend bei der Verleihung in seinem musikalischen Wohnzimmer, dem „Gdanska“ am Altmarkt, auch nicht in falscher musikalischer Bescheidenheit. Er dankte aber auch Jutta Kruft Lohrengel und Karsten Lohrengel, den Geschäftsführenden Gesellschaftern des Autohauses und Sponsoren des Preises, dafür, dass mit den 5000 Euro Preisgeld das Jazz-Karussell für das nächste Dreivierteljahr etwa schon gesichert sei.
Kulturdezernent Apostolos Tsalastras wurde seiner laudatierenden Aufgabe gleich doppelt gerecht. Der Preis unterstütze nicht nur das Jazz-Karussell, er sei doppelt gewichtig, weil viele Menschen die kulturellen Potenziale erkennen, die es in dieser Stadt gebe. Wenn eine Stadt sich als Organismus begreife, sei die Kultur dessen Seele und in diesem Sinne bringe das Jazz-Karussell eine besondere Note in die Stadt: „Wenn hier Musiker zusammenkommen, entstehen zauberhafte Dinge. Der Jazz ist wahrscheinlich die einzige Musikform“, zitierte „Posto“ Dave Brubeck, „die die Freiheit des Individuums und die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft gleichrangig setzt“.
Das Augenmerk auf solche kulturellen Besonderheiten in unserer Stadt zu richten, sei ein großer Verdienst der Sponsoren, würdigte der Dezernent deren Engagement. Und die Musiker von Martin Sasse am Piano über Matthias Bergmann am Flügelhorn und Markus Rieck am Schlagzeug bis zu Kuro am Bass adelten die Preisverleihung auf ihre Weise, ein Gastauftritt der Kuro-Tochter und Jazz-Sängerin Eva eingeschlossen.

0mitdiskutieren