Das aktuelle Wetter Oberhausen 13°C
Oberhausen

Kabarett-Quatsch mit scharfer Soße

25.01.2009 | 16:55 Uhr

KLEINKUNST. Die Reihe "nachgewürzt" im Zentrum Altenberg hat sich etabliert und bietet ab sofort gleich zwei Rückblicke.

Wer sich Mitte Januar mit einer Weihnachts-Neujahrs-Ansprache ans Volk wendet, kann einfach kein schlechter Mensch sein. Benjamin Eisenberg ist sogar noch ein guter Kabarettist, in der Rolle der Bundes-Kanzler-Präsidentin Merkel-Köhler allemal. Aber auch die anderen Protagonisten des kleinküstlerischen Rückblicks, der unter dem Titel "nachgewürzt" alle zwei Monaten im Zentrum Altenberg über die Bühne geht, müssen sich und ihre Beiträge nicht verstecken.

Da ist René Steinberg, der als Sarco de Funes für aufregende Heiterkeistausbrüche sorgt, oder sich als Reiner Calmund "an die Freunde des guten Geschmacks" wendet und sich nebenher als Kinderhüpfburg anbietet.

Da gibt es den Klavierkomiker Matthias Reuter, der eine Ananas-Diät in schlanke Verse fasst oder aus dem Superwahljahr gleich ein ganzes Musical macht, bei dem am Ende des zweistündigen Programms am Freitag im Altenberg alle Künstler gemeinsam auf der Bühne stehen und als Parteienvertreter "Ich will Spaß" grölen.

Da ist aber auch noch Jonas Jahn, der Gedichte erst aufschreiben und dann -sagen kann wie kaum ein anderer und seine Alltagspoesie bis zu einem Brief ans Silvesterfeuerwerk furios von der Bühne feuert.

Und da stand am vergangenen Wochenende, an dem die Show ob des großen Erfolges erstmals gleich an zwei Abenden im Altenberg zu sehen war, als Gast Dagmar Schönleber mit auf der Bühne. Die Ostwestfälin kann auch in ihrer Wahlheimat Köln ihre Wurzeln nicht verleugnen: Die Ostwestfalen seien vielleicht "geografisch verwirrt", aber sie müssten sich zum Saufen nicht verkleiden. Und offensichtlich gehen sie auch nicht zum Lachen in den Keller, und das tat auch das Altenberg-Publikum nicht, als die Sängerin ein selbsverfasstes Jammerlied über das Weinen anstimmte. An ihrer Geschichte "Das ist alles nur ein Missverständnis" könnten sich Generationen von Traumdeutern die Zähne ausbeißen. Man kann aber auch nur einfach herzhaft drüber lachen. Und ihr Song über "Groupies" und Musiker kam nicht nur bei der dreiköpfigen "nachgewürzt"-Band gut an.

Ein schönes Format zwischen Kabarett und Quatsch, das offensichtlich in Oberhausen ein Publikum gefunden hat.VIER KLEINKUNST-KÖCHE UND EIN GASTAufgrund der ständig ausverkauften Nachgewürzt-Veranstaltungen gibt es ab 2009 jeweils eine Zusatzshow am Samstag. Vier unterschiedliche Kleinkunst-Köche aus der Region geben ihren satirischen Senf zu den jüngsten Ereignissen: Matthias Reuter, René Steinberg, Benjamin Eisenberg und Marco "Jonas" Jahn. Am 20. und 21 März ist Sebastian Krämer bei der Show zu Gast.

MICHAEL NICOLAS

Empfehlen
Kommentare
Facebook
 
Videos die Sie interessieren könnten
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/760423/create

Umfrage der Woche
Die Stadt Oberhausen hat zu Bürgerversammlungen zum Sparpaket eingeladen und ein Online-Forum geschaltet, in dem Bürger ihre Meinungen zu den Sparvorschlägen für den städtischen Haushalt kundtun können. Was halten Sie von dieser Form von Bürgerbeteiligungen?

Die Stadt Oberhausen hat zu Bürgerversammlungen zum Sparpaket eingeladen und ein Online-Forum geschaltet, in dem Bürger ihre Meinungen zu den Sparvorschlägen für den städtischen Haushalt kundtun können. Was halten Sie von dieser Form von Bürgerbeteiligungen?

Captcha

Bitte übertragen Sie den Code in das folgende Feld:

Wort unleserlich? (Neuladen)

 
Aktuelle Fotos und Videos
Brings im Ebertbad in Oberhausen
Bildgalerie
Konzert
Stimmen zum Rauchen
Video
Video
Radrennen in Oberhausen
Bildgalerie
Pfingstradrennen
Wohnhausbrand in Lirich
Bildgalerie
Feuer
Aus dem Ressort
Bald beginnt die Sterkrade Fronleichnamskirmes
Volksfest
Das Volksfest sei nicht weniger bedeutsam als Crange, finden Schausteller. Am Mittwoch geht’s los.
Rot-Grün: Hallenbäder bleiben offen
Kommunalpolitik
Oberhausener Regierungskoalition beerdigt Sparplan der Stadtverwaltung. Schließung von Sterkrade und Alt-Oberhausen sollte 2,7 Millionen Euro bringen