JVA-Fläche: Land sieht dort eine Behörde

Stadt und Land stehen bei der Nachfolgenutzung für das Gelände der ehemaligen Justizvollzugsanstalt und bei der Suche nach einem gemeinsamen Standort für die beiden Oberhausener Finanzämter im engen Kontakt. So heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus.

NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans habe zugesagt, die Bedingungen für ein künftiges Fusionsfinanzamt in Oberhausen zu klären. Oberhausens Kämmerer Apostolos Tsalastras begrüßt dies. „Wir brauchen eine gemeinsame Arbeitsgruppe, die die Planung vorantreibt“, schlägt Tsalastras vor. Dabei gehe es zunächst um das Gelände der ehemaligen Justizvollzugsanstalt in Alt-Oberhausen, die wie berichtet abgerissen werden soll. Aus Düsseldorfer Sicht könne dort eine Landesbehörde entstehen, sei es für Justiz, Polizei oder die Finanzverwaltung. Dabei wünscht sich Tsalastras eine Entscheidung, die städtebauliche Perspektiven für diese Innenstadtfläche eröffne.

„Ein abgestimmtes Konzept für einen Finanzamtstandort muss gleichzeitig die Stadtteilzentren stärken. Im Falle einer Fusion der Finanzämter in Alt-Oberhausen wollen wir auch eine stadtteilverträgliche Folgenutzung für Sterkrade sicher stellen“, sagt Tsalastras, der dabei an einen hochwertigen Wohnungsbau in fußläufiger Entfernung zu Innenstadt und Volkspark denkt.

„Die Pläne der ehemaligen Landesregierung, die Finanzverwaltung an einem bereits gekauften Grundstück am Centro zu konzentrieren, sind zum Glück gestoppt“, kann Tsalastras aus den Gesprächen mit dem Finanzministerium berichten. Er ist davon überzeugt, dass sich diese Fläche wesentlich besser für eine Stärkung des Tourismusstandorts Oberhausen eignet.