Jugendliche in Oberhausen lernen, wie man Longboards baut

Till Kempmann  erklärt, worauf es beim Bau eines Longboards ankommt.
Till Kempmann erklärt, worauf es beim Bau eines Longboards ankommt.
Foto: Stephan Glagla / Funke Foto Serv
Was wir bereits wissen
Till Kempmann ist 15 Jahre alt und ein erfahrener Longboarder. In einem Kurs der Jugendkunstschule Oberhausen zeigt er, wie man die Sportgeräte baut.

Oberhausen.. Es sei schon ein tolles Gefühl, wenn man auf seinem Brett durch Oberhausen düst und dabei sogar Fahrradfahrer überholt. Till Kempmann strahlt, wenn man ihn fragt, warum er gerne auf dem Longboard steht – also auf dem „Langbrett“ mit vier Rollen drunter. Der Oberhausener ist mit 15 Jahren ein erfahrener Longboarder. Er fährt nicht nur – er baut sich seine Sportgeräte sogar selbst. Und sein Wissen gibt er nun weiter, in einem Workshop der Jugendkunstschule.

Es ist kein Durchkommen an diesem Abend in dem Besprechungsraum der evangelischen Auferstehungsgemeinde an der Kapellenstraße in Osterfeld. Jugendliche, Kinder und Eltern sind gekommen, um sich über den Workshop zu informieren – und sich direkt anzumelden. Es sind erfahrene Longboarder dabei, Jungs und Mädels gleichermaßen, die ihre eigenen (gekauften) Bretter zwar dabei haben, doch lieber ein selbst gebautes hätten. Aber auch Anfänger, die sich noch nicht so gut auskennen. „Bei uns kann jeder ein Longboard bauen, egal ob er schon Erfahrung hat oder nicht“, sagt Till Kempmann.

Airbrush und Graffiti

Von der großen Resonanz des Angebots ist Wolfgang Heitzer von der Jugendkunstschule überwältigt. Eilig schafft er Stühle in den Raum und winkt einer Gruppe Jugendlicher zu, die leicht verspätet zum Info-Abend erscheint. Mit so vielen Teilnehmern hatte er nicht gerechnet. Er verspricht aber: „Jeder kommt unter. Wir werden so viele Workshops einrichten, dass alle einen Platz bekommen.“

Und was erwartet die Teilnehmer? In Gruppen zu jeweils fünf Personen bauen sie unter Anleitung ihren eigenen fahrbaren Untersatz – vom einfachen Brett zum eigenen Board. Rollen und Achsen werden je nach individuellen Ansprüchen gewählt. Los geht’s in den Sommerferien, in den Räumen der Kurbel an der Hasenstraße und des Ebertbades im Marienviertel.

Schneller als ein Skateboard

„Ein Longboard ist so etwas ähnliches wie ein Skateboard“, erklärt Till Kempmann beim Info-Abend vor allem den Eltern, die sich unter dem Hobby ihrer Kinder bislang noch nicht recht etwas vorstellen konnten. Das Longboard ist – der Name lässt es vermuten – länger als ein übliches Skateboard. Achsabstände und Rollen sind dementsprechend größer. „Dadurch ist man auf dem Longboard schneller unterwegs als auf einem Skateboard.“ Für Kunststücke in der Halfpipe sei das Longboard dagegen weniger gut geeignet.

Die Longboards sind zwar noch nicht gebaut, da verspricht Wolfgang Heitzer schon einen Folge-Workshop: Mit Airbrush- und Graffiti-Technik sollen die eigenen Boards individuell gestaltet werden.

Auch Nachzügler sind willkommen

Wer Interesse hat, kann sich auch jetzt noch anmelden. Auskunft gibt’s bei Wolfgang Heitzer, Tel.: 825-2967 und Nina Boos, Tel.: 825-2088. Näheres im Netz: www.oberhausen.de/jugendkunstschule.

Die Teilnahme kostet 30 Euro, Material inklusive. Wer sich den Betrag nachweislich nicht leisten kann, wendet sich an die Jugendkunstschule. „Wir werden Kinder und Jugendliche aus ärmeren Familiennicht ausschließen“, verspricht Heitzer.