Jan ist der erste Oberhausener Neubürger 2015

Stefanie Benninghoff mit ihrem Sohn Jan, dem Oberhausener Neujahrsbaby 2015
Stefanie Benninghoff mit ihrem Sohn Jan, dem Oberhausener Neujahrsbaby 2015
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Seine Mutter Stefanie Benninghoff brachte ihn um 5.32 Uhr im St.-Clemens-Hospital in Sterkrade zur Welt. Aufwachsen wird der kleine Mann aber auf einem Bauernhof in Hünxe.

Oberhausen.. Oberhausens erster Neubürger 2015 heißt Jan, ist 3910 Gramm schwer und erblickte am Neujahrstag um 5.32 Uhr im St.-Clemens-Hospital in Sterkrade das Licht der Welt. Aufwachsen wird er aber auf einem Bauernhof in Hünxe am Niederrhein.

Seine Mutter Stefanie Benninghoff (28) kann sich am Mittag am rosigen Gesicht des kleinen Männleins, das friedlich schlummert, gar nicht satt sehen. Bis dahin hatte sie noch kein Auge zugetan. Und für den Nachmittag hat sich doch schon der erste Besuch angesagt.

Unkomplizierte Schwangerschaft

Um 22 Uhr am Silvesterabend brachte Ehemann Jens (34) seine Frau nach einer unkomplizierten Schwangerschaft ins Krankenhaus. Das war sechs Tage nach dem errechneten Geburtsdatum.

Die junge Frau war auf eine lange Geburt vorbereitet, hatte im Bekanntenkreis das eine oder andere mitbekommen. „Manche Geburten ziehen sich über ei­nen ganzen Tag hin. Da sind wir noch gut weggekommen“, sagt sie, während sie den Säugling im Arm hält. Ihr Mann war während der Prozedur im Kreißsaal dabei. „Er hat mir ganz toll zur Seite gestanden“, lobt sie. „Das Kind hätte gerne schon vor Weihnachten zur Welt kommen können“, sagt die frischgebackene Mutter. Aber so, mit einigem Abstand zum Fest, sei es auch okay. „Sein Geburtstag wird immer gefeiert“, ist sie jedenfalls sicher. Im übrigen gelte: „Hauptsache gesund!“ Und das scheint bei Jan der Fall zu sein.

Zwei Jahre Mutterschaftszeit

Nach der Geburt hat sie den Kleinen gleich gestillt und will das auch fortsetzen. „Wenn es klappt“, sagt sie. Das muss sich zwischen Mutter und Kind halt erst einmal einspielen.

In den nächsten beiden Jahren will Stefanie Benninghoff sich ganz ihrem Kind widmen und erst danach in ihren Beruf zurückkehren. Ob eine Stundenreduzierung möglich ist, weiß sie noch nicht. Sie ist von Beruf Diplom-Agraringenieu­rin und hat nach dem Studium eine Anstellung beim Rinderzuchtverband in Krefeld bekommen.

Mit Milchkühen aufwachsen

Ihr Mann hat zwar die gleiche Ausbildung wie sie. Er bewirtschaftet aber einen landwirtschaftlichen Betrieb in Hünxe. „Jan wird auf einem Bauernhof aufwachsen mit Milchkühen“, kündigt die junge Mutter an.

Für Stefanie Benninghoff war immer klar, dass sie einmal Familie haben wollte. Dabei ist das für Akademikerinnen in Deutschland nicht mehr selbstverständlich. Fast jede zweite Frau mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss bleibt heute in Deutschland kinderlos. Vom Kinderwunsch ließ sie sich auch durch die Wirrnisse des Weltgeschehens nicht abbringen. „Wir müssen halt daran arbeiten, die Welt ein bisschen besser zu machen“, sagt sie. Den Grundstein dafür will sie legen, indem sie ihrem Kleinen eine wohlbehütete Kindheit bietet.