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Italien auf dem Tisch bei „ValDani“

25.12.2011 | 07:10 Uhr
Italien auf dem Tisch bei „ValDani“
Foto: Gerd Wallhorn

Oberhausen.Für einen Kaffee nimmt sich ein Italiener immer Zeit, sagt Danilo Atzeni. Und so lautet die erste Frage an seine Kundin dann auch wie selbstverständlich: „Möchten Sie einen Espresso trinken?“ Aber gerne: Hereinspaziert in eines der neusten Fachgeschäfte in der Innenstadt, den italienischen Lebensmittel-Einzelhändler „ValDani“. Wohlgemerkt keine teure Feinkost gibt es dort zu kaufen, sondern feinste Köstlichkeiten aus allen Regionen Italiens - für jeden Geldbeutel, wie Atzeni betont.

Im Radio läuft eine Infosendung vom WDR 5, doch der Geist ist längst abgelenkt von den vielen bunten Etiketten, die es in den Regalen von „ValDani“ zu lesen gibt: Pasta in allen Formen und Farben, hausgemachte Wilddistel-Creme, eingelegte Tomaten, Oliven in so vielen Arten, dass man sich kaum entscheiden kann, auch Weine und italienisches Wasser sind in den Regalen zu finden. Es riecht nach frisch gebackenem Brot, das Danilo Atzeni auf Wunsch mit Lachsschinken oder Käse aus der Toskana belegt.

Slow-Food-Verfahren im Vordergrund

„Bei all meinen Waren steht das Slow-Food-Verfahren im Vordergrund“, betont der 27-jährige Geschäftsinhaber. Das heißt: Keine Produkte von schnell fett gezüchteten Tieren, sondern von Rindern und Schweinen, die im Freien gehalten wurden. Die Limonade ist von regionalen Zitronen gemacht und hat keine Zusatzstoffe, die eingelegten Auberginen wurden in einem kleinen Familienbetrieb auf Sardinien verarbeitet. „Die Qualität schlägt sich im Preis nieder, wir führen aber auch günstige Produkte. Mir ist es wichtig, dass jeder Kunde bei uns etwas findet, das ihm schmeckt.“

Denn leckeres Essen, das sei doch Lebensqualität, sagt er. „Eine Mahlzeit macht mehr mit dir als nur satt. Man trifft sich mit der Familie, tauscht sich aus, das Ganze drumherum, die Düfte, gesunde Zutaten, das macht’s doch aus.“

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Da spricht ihm der Italiener aus dem Herzen, mit der Zunge eines Ruhries: Ein Oberhausener Jung’ sei er, sagt Danilo Atzeni stolz, aufgewachsen ist er am Rolanddamm. Sein Großvater kam 1956 ins Ruhrgebiet, um hier zu arbeiten. „Meine Familie stammt aus Carbonia, der Partnerstadt Oberhausens.“

Ausbildung auf dem Großmarkt

Nach Schule und Bolzplatz hat der junge Mann eine Ausbildung auf dem Essener Großmarkt gemacht, übernahm schon früh Verantwortung in seinem Job. Nach der Lehre arbeitete er bei einem großen Filialisten, ehe er mit seinem 23-jährigen Bruder Valerio den Schritt in die Selbstständigkeit wagte: In den Räumen eines ehemaligen Friseursalons an der Goeben­straße haben sich die beiden im November dieses Jahres eine neue Existenz aufgebaut: „ValDani“ ist der Zusammenschluss ihrer beiden Vornamen, Valerio der stille Teilhaber, Danilo der Inhaber.

Die Eltern unterstützen ihn, Piero Atzeni - „Dad“, wie Danilo Atzeni ihn nennt - ist stolz auf seinen Nachwuchs. „Er macht das, was ihm gefällt, worin er gut ist. Ich koche gerne und wollte immer Koch werden, habe das aber leider nie gemacht.“ Nun hilft der Vater manchmal aus, schleppt gerade einige Kisten in den Laden, Lieferungen aus Italien.

Reinigungsmittel aus Italien

Dazu gehört übrigens auch das Deo der Marke „Malizia“. Deo im Lebensmittelgeschäft? „Bei den jungen Leuten ist dieses Deo ein echter Geheimtipp, die mussten es bisher im Internet bestellen, weil es sonst kaum in Deutschland zu haben ist.“ Neben der duften Dose für Jugendliche steht auch etwas für die Eltern: Reinigungsmittel aus Italien. Atzeni: „Aus Erfahrung weiß ich, die machen jeden Fleck weg.“

Bis zum Jahreswechsel hat „ValDani“ (Goebenstraße 75) montags bis freitags von 9 bis 18.30 Uhr geöffnet, samstags bis 15 Uhr. Ab 2012 gibt’s die italienische Köstlichkeiten erst ab 10 Uhr. Eine Internetseite hat das junge Unternehmen auch schon: Unter www.valdani-oberhausen.de finden Kunden Informationen zu Marken und Geschäft, gleiches gilt für:  899 572 91.

Stephanie Weltmann

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