Interview mit dem Christkind
19.11.2009 | 19:28 Uhr 2009-11-19T19:28:00+0100
Das Christkind eröffnete den Weihnachtsmarkt des Centro. Und dort erzählte es auch ein wenig über sich.
Das Christkind besuchte das Centro. Weil es ja gewissermaßen ein Star ist, gab es der WAZ auch ein Interview.
Liebes Christkind . . .
Christkind: Diese Locken, heute sind sie besonders widerspenstig . . .
Hat das Christkind Frisurprobleme?
Nein, die habe ich nicht.
Sie sind früh unterwegs. Ist man da Weihnachten nicht schon erschöpft?
Das Christkind ist erst nach Weihnachten erschöpft, weil es das ganze Jahr über Energie sammelt.
Woraus schöpft es seine Kraft?
Aus den leuchtenden Kinderaugen.
Haben Sie schon viele Briefe von Kindern bekommen?
Ganz viele. Das startet im September, wenn das erste Weihnachtsgebäck in die Geschäfte kommt. Das erinnert die Kinder daran, dass sie einen Brief schreiben müssen.
Ärgert es den Nikolaus, dass Sie früher dran sind als er?
Nein, der Nikolaus ist froh, dass ich ihm ein bisschen Arbeit abnehme. Wir sind keine Konkurrenten. Wir arbeiten Hand in Hand, um alle Kinder glücklich zu machen.
Wie kommen Sie zu den Kindern?
Ich fliege. Ich bin ein Engel. Fliegen ist ganz schön anstrengend. Der Nikolaus mit seinem Schlitten reist komfortabler.
Wie ist das überhaupt mit Flügeln? Reagiert man da nich schnell sehr abgehoben?
Nein, weil es spezielle Flügel sind. Nicht solche wie beim Vogel oder wie man sie sich beim Engel vorstellt. Meine Flügel sind unsichtbar.
Sie sind hier in einem Modetempel. Aber die Kleidung des Christkinds, Ihre weiß-goldene Robe, , weiße Handschuhe, ist sehr konservativ traditionell. Gibt es etwas, was das Christkind mal total gerne tragen würde?
Nein, gibt es nicht. Ich fühle mich in meinem Outfit sehr wohl. Der Rock ist bequem, weil man viel Beinfreiheit darin hat. Der Mantel hält schön warm.
Und Paul Potts sang dazu
So ein elektrisierendes Knistern lag gestern im Centro in der Luft. Warten auf das Christkind. Warten auf Paul Potts. Warten auf die Eröffnung des Weihnachtsmarktes. Und auf einen Knopfdruck.
Centro-Geschäftsführer Frank Pöstges schätze die Zahl der Besucher, die sich all diese Ereignisse nicht entgehen lassen wollte, auf rund 60 000. Im Mitteldom drängte es sich. In der ersten Etage und unten rund um die kleine mit Geschenken und Christbäumen dekorierte Bühne – Menschen überall. Und dann hatte alles Warten ein Ende. Schwebte Paul Potts mit dem gläsernen Aufzug ein. Schmetterte sein „Nessun Dorma”. Und dass das die Arie des Prinzen Kalaf zu Beginn des 3. Aktes der Oper Turandot von Giacomo Puccini ist und kein Weihnachtslied, egal. Ist ja zu schön. Außerdem gab es noch „Holy Night”. Und den Knopfdruck, bei dem Potts Unterstützung vom Christkind erhielt. Und pling: erstrahlten die 300 000 Lichter der Weihnachtsdekoration. Und dann eröffnete das Christkind noch den Weihnchtsmarkt.

11:38
Heiliger Nepomuk, was treibts da Irre aus dem Gebüsch. Dann zieh mal dein aus Stroh gebatiktes Unterhemd an und bleib im Stall, Flavius Domitian. Nicht dass dich da dann auch noch der schnöde Kommerz beim Schlafichtchen packt und dir bespielte Weihnachts-CDs zum Mitsingen andreht.
11:09
Die Diffamierung religiös-traditioneller Bestandteile durch die Konsumwirtschaft hat wieder zugeschlagen! Einst wurde der fiktive Weihnachtsmann von Coca-Cola aus der Realperson Nikolaus von Myra (3./4. Jhdt.) geklont und viele Christen sahen dies als Beleidigung ihres religiösen Empfindes.
Wie müssten sich nun bekennende Christen fühlen, wenn die Wirtschaft aus dem Christkind einen weiblichen Engel macht, der laut Eigenaussage obendrein mit dem Nikolaus zusammenarbeitet...
Wir erinnern uns: zwar glaubte man als Kind oft, das von den Eltern oder Großeltern beschriebene, Geschenke bringende Christkind sei ein Mädchen, doch irgendwann stellt man fest: da das Christkind in jeglichem Krippenspiel in eben dieser Krippe liegt... muss es sich wohl um den Neugebornenen Jesus Christus handeln. Dieser war männlich, hatte wohl nie Flügel und eine Diffamierung des Religionsstifters in der Weise des Cola-Nikolaus müsste für Christen nicht nur als Beleidigung, sondern als grobe Verletzung der religiösen Würde empfunden werden. Andere mögen von Blasphemie sprechen...
Liebe Geldanbeter aus der neuen Mitte,
nächstes Jahr tuts auch der Weihnachtsmann, der sich in weniger-religösen Haushalten sowieso als (Jesus) Christkind-Ersatz etablierte.
07:43
@#2 zap: Dann geh in den Wald, stell eine ökologisch produzierte Kerze auf und zünde diese mit Feuersteinen an, wenn du welche findest. Wenn nicht, bleib im Dunkeln und vor allem: BLEIB IM WALD!
22:21
Tempel pur Commerz,Weihnacht ohne Hertz. CASH!!!
21:27
Es war... einfach wunderbar!