Das aktuelle Wetter Oberhausen 11°C
Kultur

Internetplattform art01.de soll Künstlern Austausch ermöglichen

11.04.2012 | 10:00 Uhr
Internetplattform art01.de soll Künstlern Austausch ermöglichen
Im Portal können Künstler ihre Werke verschiedenen Stilen zuordnen. Bisher gibt es 53 Kategorien, auch Graffiti ist dabei.Foto: privat

Oberhausen.  Das Internetportal art01.de für freischaffende Künstler funktioniert wie ein kostenloses Museum. Das Besondere: Kunstinteressierte können die Webseite zu jeder Zeit besuchen und dort selbst ihre Kunst ausstellen. Dadurch soll ein Austausch unter den Künstlern und mit potentiellen Auftraggebern ermöglicht werden.

„Kunst ohne Öffentlichkeit ist tot“, sagt Klaus Winkelmann. Der Oberhausener Fotograf und Computergrafiker hat deshalb mit den Künstlern Hartmut Linke und Frank Grabnar im März das Internetportal „www.art01.de“ gegründet. Hier können sich freischaffende Künstler kostenlos anmelden und Videos sowie Fotos ihrer Werke hochladen.

Dabei ist es ganz egal, wie berühmt der Künstler ist oder in welchem Stil er arbeitet, die Administratoren sind da ganz offen. „Jeder, der sich präsentieren möchte, kann sich hier eintragen“, sagt der Winkelmann. Gerade für unbekannte Künstler sei die Internetseite eine Chance, bekannter zu werden. Der Nutzer kann ein eigenes Profil mit Selbstportrait, Biografie und Legende erstellen. „So erfährt man mehr über den Künstler, welche Geschichte er hat, welche Techniken er nutzt.“

Ein Museum im Internet

Ziel sei es auch, Austausch zu ermöglichen. „Ich kann den Künstler direkt ansprechen und sagen: ‘Das gefällt mir: Kannst du mir nicht meine Praxis verschönern?’“, erklärt Winkelmann. Für den Besucher sei die Internetseite wie ein Museum, in dem er unterschiedliche Galerien finde. Bisher sind 53 Kategorien, wie zum Beispiel Abstrakte Kunst, Bodypainting, Graffiti, Pop Art, Plakatkunst oder Lichtmalerei angelegt. Die Kategorien könnten aber jederzeit erweitert werden. Winkelmann organisiert mit seinem Team aber auch reale Ausstellungen und hilft, passende Räumlichkeiten zu finden.

Die Internetseite ist bereits das zweite Onlineprojekt der Künstler. „Vorher hatten wir die Seite www.graffiti-deutschland.de“, erzählt Winkelmann. Dabei sei ein Archiv mit mehr als 5000 Bildern entstanden. „Vor zwei Jahren sind wir auf die Idee gekommen, die Seite für alle freischaffenden Künstler zu öffnen.“

Künstler müssen sich an Regeln halten

Um die Homepage allgemeiner gestalten zu können, sind die Macher auf den Domainnamen „www.art01.de“ umgestiegen. „Art ist ein internationaler Suchbegriff“, erklärt Winkelmann. Die „01“ habe keine große Bedeutung. Sie sei nur ein Zusatz, weil die Wunsch-Domain bereits vergeben war. Seit Mitte März ist das Portal nun online. „Wir haben etwa 500 Seitenaufrufe pro Tag“, sagt Winkelmann. Dabei werden Aufrufe vom gleichen Besucher mehrmals gezählt. Die Zahl der realen Besucher sei deshalb geringer und liege bei 40.

Bisher haben sich acht Künstler aus dem Ruhrgebiet registriert. Prinzipiell können sie hochladen, was sie wollen. Ein paar Regeln, an die sie sich halten müssen, gibt es aber doch. „Alles, was mit Gewalt, Pornografie und rechtsradikalen Tendenzen zu tun hat, kommt nicht in die Tüte“, sagt Winkelmann. „Es wird schon gesiebt, aber ich maße mir nicht an, zu sagen, was Kunst ist und was nicht.“

Brinja Bormann



Kommentare
12.04.2012
00:05
Internetplattform art01.de soll Künstlern Austausch ermöglichen
von Staatskontrolle | #2

Hallo KunstDuesseldorf, das Ruhrgebiet wurde schon immer von Düsseldorf übergangen und jetzt ist das Ruhrgebiet pleite und alle Oberbürgermeister jammern, dafür gibt es engagierte Menschen die was für Künstler tun. Und was soll an www.kunstduesseldorf.de besser sein? Da passiert ja nix ohne Inhalt und schwerlastig in der Benutzerführung.

1 Antwort
Internetplattform art01.de soll Künstlern Austausch ermöglichen
von KunstDuesseldorf | #2-1

Der Autor möge doch bitte richtig lesen: ich sage nur, dass eine Intrenet-Plattform wie art01 nicht wie hier dargestellt etwas besonderes ist und es mittlerweile viele ähnliche Angebote wie z. B. das von www.kunstduesseldorf.de gibt. Ich behaupte an keiner Stelle, dass dieses Portal besser ist, gelle?

11.04.2012
18:13
Künstlerplattform - das Konzept ist nicht neu
von KunstDuesseldorf | #1

Das hier so groß herausgestellte Konzept einer Künstlerplattform ist bei weitem nichts Besonderes. Ähnliche Angebote gibt es zahlreich. So können sich Künstler/innen z. B. auch auf dem interaktiven Kunstportal www.kunstduesseldorf.de ihre individuelle Website gestalten und autark mit eigenem Zugang zu ihrer Seite verwalten und zu allen Themengebiete eigene Veröffentlichungen publizieren, Ausstellungshinweise in den Kalender eintragen, chatten, Kuise anbieten etc. Das ist aber nur ein Beispiel für massenhaft vorhandene Angebote dieser Art.

1 Antwort
Internetplattform art01.de soll Künstlern Austausch ermöglichen
von Staatskontrolle | #1-1

Hallo KunstDuesseldorf, das Ruhrgebiet wurde schon immer von Düsseldorf übergangen und jetzt ist das Ruhrgebiet pleite und alle Oberbürgermeister jammern, dafür gibt es aber engagierte Menschen die was für Künstler tun.
Und was soll an www.kunstduesseldorf.de besser sein?
Da passiert ja nix ohne Inhalt und schwerlastig in der Benutzerführung.

Aus dem Ressort
Tiefe Gräben zwischen Gemeinden in Oberhausen
Kirche
Seit dem Zusammenschluss kommt die Großpfarrei St. Pankratius nicht zur Ruhe. Der harte bischöfliche Eingriff in Osterfeld – Propst Hans-Ulrich Neikes wurde abberufen – ist umstritten. Viele Anrufe und Leserbriefe erreichten die Redaktion in den vergangenen Tagen.
Zuschuss für neue Straßenbahn 105 deutlich höher
Nahverkehr
Die Oberhausener Nahverkehrstochter Stoag muss für die 80 Millionen Euro teure Verbindungsstecke zwischen Essen-Frintrop und dem Centro deutlich weniger selbst zahlen als zunächst gedacht – weil Bund und Land sich stärker engagieren.
Oberhausener SPD beharrt auf Pflugbeil-Halle
Kommunalpolitik
Heftiger Streit zwischen den Parteien über die Würdigung von Lokalgrößen. Immerhin erhielt Hugo Baum (SPD) eine Straße – und jetzt auch Fritz Eickelen (CDU). Die Christdemokraten fordern klare Regeln für die Namensgebungen von Straßen, Plätzen und Gebäuden.
Neonazis stellen Gedenkkreuze in Oberhausen auf
Propaganda
Rechtsradikale haben offenbar zwei schwarze Holzkreuze in Oberhausen aufgestellt, um damit gegen Ausländer zu hetzen. Beweisen kann das weder die Stadt noch der Staatsschutz in Essen. Die Kreuze wurden entfernt. In mehreren Bundesländern hat es bereits ähnliche Fälle gegeben.
Oberhausener protestieren im Rathaus gegen Problemhaus
Soziales
Das so genannte Problemhaus in der Oberhausener Ruprechtstraße war Thema in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Oberhausen. Diese nutzten Bürger, um ihrem Ärger öffentlich Luft zu machen. Die Anwohner werfen der Stadtverwaltung Tatenlosigkeit vor.
Fotos und Videos