Informationen zu Reformen in der Pflege

Die seit Jahresbeginn geltende Pflegereform ist in der Bevölkerung wenig bekannt: Ein Drittel kennt die gesetzlichen Änderungen nicht. Zehn Prozent wissen gar nicht, dass es die Pflegereform gibt. Das hat eine aktuelle und repräsentative Umfrage der DAK-Gesundheit ergeben.

Stichworte der Pflegereform sind: Die Beträge, die Pflegebedürftige für Leistungen zur Verfügung haben, steigen um bis zu vier Prozent. Für Umbauten gibt es statt bisher 2557 Euro nun 4000 Euro. Der Anspruch für Menschen ohne Pflegestufe wird um Zuschüsse für ambulante Betreuung in Wohngruppen, Tages-, Nacht- und Kurzzeitpflege erweitert. Der Zugang zu Wohngemeinschaften soll durch die Pflegereform erleichtert werden. Die Kombination von Kurzzeit- und Verhinderungspflege wird flexibler. Wer Angehörige kurzfristig pflegen muss, kann eine Lohnersatzleistung beanspruchen. Für bis zu zehn Arbeitstage gibt es dann ersatzweise Geld nicht vom Arbeitgeber, sondern von der Pflegekasse des Pflegebedürftigen. Generell zielt die Reform vor allem darauf ab, die Situation pflegender Angehöriger und Demenzkranker zu erleichtern. „Das Thema Pflege zu tabuisieren, bringt niemandem etwas“, sagt Beate Hartmann, Pflege-Expertin bei der DAK-Gesundheit in Oberhausen.