In Sack und Asche

Wiederholungswahl. Immer das Gleiche: Entweder konnten die Parteien dem Wähler „ihre Nachricht nicht rüberbringen“ oder aber die Basis hat Schuld. Der CDU-Kandidat kann sich freuen, dass er solche für sich glückliche Umstände angetroffen hat. Die anderen Parteien haben auch keinen Grund über einen Wahlsieg zu jubeln. Dieses Ergebnis ist fast eine Bankrotterklärung für die Demokratie. 26 Prozent Wahlbeteiligung bedeutet: Da wird ein Wahlkreis mit knapp über 10 Prozent der Stimmberechtigten direkt gewonnen. So sehen keine glänzenden Wahlsiege aus. Die Stimmenzahlen sagen: Hier hat keine der etablierten Parteien ihre Stammwählerschaft an die Urnen gebracht. Hier haben die unerschütterlichen Demokraten gewählt. Ich bewundere diese Menschen, die unter allen Umständen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Die Nichtwähler werden ihre Gründe gehabt haben, es nicht zu tun. Die Parteien haben wohl vergessen: „Vertrauen ist ein scheues Reh“. Es genügt nicht, als Verlierer am Wahltag in „Sack und Asche“ zu gehen. Klaus Bielecki