In Oberhausen droht die Wohnungsnot
19.06.2012 | 09:00 Uhr 2012-06-19T09:00:00+0200
Oberhausen. In Oberhausen droht eine Wohnungsnot. Bereits in fünf Jahren könnte es mehr als 1000 Mietwohnungen zu wenig geben. Davor warnt das Pestel-Institut in einer Studie. Es fehle vor allem an günstigen Wohnungen.
Der Stadt Oberhausen droht eine eklatante Wohnungsnot: Bereits in fünf Jahren werden hier nahezu 1110 Mietwohnungen fehlen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Pestel-Instituts .
„Wenn der Wohnungsbau hier nicht deutlich zulegt, klafft eine enorme Lücke. Dann werden bezahlbare Wohnungen zur Mangelware“, sagt Matthias Günther, Leiter des Pestel-Instituts. Beim Mietwohnungsbau in Oberhausen sieht Günther einen „enormen Bedarf“. In den vergangenen Jahren sei eine Menge versäumt worden. „Die größte Bausünde war, dass zu wenig neu gebaut wurde."
Geringe Neubauquote
Vor allem der Mietwohnungsbau ging zurück. Schuld daran waren schlechte Rahmenbedingungen. Es war einfach zu unattraktiv, Mietwohnungen zu bauen“, sagt Günther. So habe es in Oberhausen im vergangenen Jahrzehnt einen nur geringen Neubau von Wohnungen gegeben: Gemessen am gesamten Wohnungsbestand waren dies lediglich 0,32 Prozent pro Jahr.
Das Institut sprach von einem „Neubau-Defizit“ und warnte gleichzeitig vor einer „Überalterung der Bausubstanz“. Rund 69 Prozent der Wohnungen in Oberhausen stammten aus der Zeit vor 1970 – viele davon aus den Nachkriegsjahren. „Ein Großteil dieser Wohnungen ist weit von dem entfernt, was heute Standard ist : beim Energieverbrauch, bei der altersgerechten, barriere-armen Ausstattung und beim Grundriss“, meint Günther.
Die richtigen Anreize setzen
Um gutes und bezahlbares Wohnen zu sichern, müsse der Wohnungsneubau deutlich attraktiver gemacht werden. Hier komme es darauf an, die richtigen Anreize zu setzen. „Was wir an neuen Mietwohnungen brauchen, ist mit der heutigen staatlichen Bauförderung nicht hinzubekommen.“
Effektiv sei vor allem eine steuerliche Erleichterung für den Mietwohnungsbau. So hält der Wissenschaftler die Erhöhung des jährlichen Abschreibungssatzes von derzeit zwei auf vier Prozent für besonders wirkungsvoll. Darüber hinaus spricht er sich für den Neubau von Sozialwohnungen aus. „Sonst wird das Wohnen für immer mehr Menschen unbezahlbar.“
18:23
Soso,
wo ich den Artikel gerade lese komme ich irgendwie aus dem Schmunzeln nicht herraus.
Gerade erst am WE waren im lokalen Blatt 3 oder 4 Wohnungen drin:
Bei Einzug 1 Miete geschenkt und 600 Euro oben drauf. Aber okay, die WHG waren halt Bebelstraße.
Es stehen viele Wohnungen leer, vlt. auch deshalb weil in diese "Ecken" keiner hinziehen möchte. Dabei spielt es keine Rolle ob die Häuser von vor 1970 sind. Ich hab viele Häuser aus dem Jahrgang gesehen die sehen heute noch besser aus als so manch einer Neubau (max. 10 Jahre alt). Wir wohnen in einem 100 jährigen Haus und fühlen uns wohl, haben aber auch nen seperaten Eingang und unsere ruhe.
Gewisse Studien sind halt immer wie Umfragen/Meinungsforschungen zu betrachten: Lesen, schmunzeln und vergessen ;)
17:03
....und ich dachte Oberhausens Bevölkerung schrumpft.
15:42
Oberhausen hat nicht zu wenig Wohnungen, sondern nur die falschen Wohnungen und eine große Nachfrage am Wohnungsmarkt, von einer bestimmten Glaubensgemeinschaft, derer die da glauben keine Miete zahlen zu müssen!
Straferschwerend kommt noch eine völlig unfähige Planungsverwaltung, dominiert von Kampfemanzen, welche von Stadtplanung soviel Ahnung haben wie eine Kuh vom Eier legen, hinzu!
Ein ½ Tags Dezernent, der gelernter Tiefbauer ist und sich die meiste Zeit bei der Stoag rum drückt rundet das Bild ab.
Demnächst soll den Job dann auch noch eine Grüne Quotenfrau machen, welche den Begriff Stadtplanung zum ersten mal genannt hat, als Sie Ihre Bewerbung schrieb !
Aber zur Vorsicht bleibt die denn schon einmal in Düsseldorf wohnen ! Wie wäre es mit einem Bürgerentscheid zur Einführung der Prügelstrafe bei versagen des Verwaltungsvorstandes ?
15:12
Wenn ich schon sehe, dass sie die letzten leeren Grundstücke mit freizügig freistehenden und einstöckigen Gebäuden zubauen.....
Wie wäre es mit 4-6 Stöckigen Gebäuden, Haus an Haus. So wie es in allen anderen Großstädten der Fall ist - dann kommt auch ein bisschen mehr vom Großstadtflair durch.
13:17
PRIMA. Kann ich die Miete erhöhen...........!!!
13:17
Hagen hat noch viel Platz, kommt doch hierher^^
12:40
Da wurde doch wieder nur aus einer Zusammenfassung einer Studie abgeschrieben.
Wer ist denn dieses Pestel Institut? Wollen die nur Öffentliche Mittel für den Wohnungsbau einsammeln?
Wie hoch ist denn die Leerstandsquote in Oberhausen?
Dann sollen die Leute eben Wohnungen in Duisburg suchen, da steht zu viel leer.
12:07
überall schrumpft die Bevölkerung nur dort scheint keiner zu sterben.
Wer sagt denn, dass das Schrumpfen nicht mit eingerechnet ist? Sonst würden 2000 Apartments fehlen.