In Hochlage über das Stahlwerksgelände fahren

Welche Varianten für den Verlauf der Strecke wurden geprüft?

Die Fachleute haben vier verschiedene Varianten des Streckenverlaufs nach Vor- und Nachteilen untersucht: Mal quer über das Stahlwerksgelände mit Anbindung der Marina (wie jetzt bevorzugt), mal südlich am Stahlwerksgelände vorbei, mal direkt zur Neuen Mitte führend, mal daran vorbei weiter zum Bero-Zentrum. Die südliche Streckenführung, hauptsächlich auf der Essener Straße, ist zwar billiger als die jetzt beabsichtigte Strecke, ist letztendlich aber schon vor mehr als zehn Jahren aus zwei Gründen abgelehnt worden: Sie bindet die nördlichen Attraktionen der Neuen Mitte gar nicht an (Gasometer, Sealife), sie beeinträchtigt den Autoverkehr, sie bietet keine Hoffnung auf eine positivere Entwicklung des Stahlwerksgeländes.

Welche Vorteile erhofft man sich von der Linienführung über das Stahlwerksgelände?

Der Bau von vier weiteren Haltestellen rund ums Centro vernetzt alle Attraktionen der bei Touristen beliebten Neuen Mitte. Durch die Anbindung des Stahlwerksgeländes könnte es Impulse für die noch nicht genutzten großen Areale geben – etwa die Ansiedlung neuer Firmen. Ebenso profitieren die Marina und die Siedlung Ripshorst mit ihren noch freien Grundstücken.

Was wird gebaut?

Die Gesamtlänge der Strecke beträgt 3,3 Kilometer, davon entfallen drei Kilometer auf Oberhausen und 0,3 Kilometer auf Essen. Gebaut werden sechs neue Haltestellen, die Haltestelle „Unterstraße“ in Essen-Frintrop, bisher Endstation der aus Essen-Süd und -Mitte kommenden Linie 105, wird neu ausgebaut. Die Strecke enthält die Haltestellen Gasometer, Luise-Albertz-Platz, Osterfelder Straße, Stahlwerk (Arbeitstitel), Lipperheidebaum, Hausmannsfeld und Unterstraße. Die Abstände der Haltestellen auf der Trasse betragen 550 Meter. Die neue Trasse verläuft weitgehend in aufgeständerter Hochlage. Sie wird mit der (hohen) Stoag-Trasse verknüpft, verläuft entlang der Güterzugstrecke im Norden, überquert in Hochlage das Stahlwerksgelände und die Köln-Mindener Eisenbahn.