In der alten Kaue Bottrop gruseln sich auch Oberhausener

Gruselig! An der Knappenstraße in Bottrop herrscht ab sofort das Grauen.
Gruselig! An der Knappenstraße in Bottrop herrscht ab sofort das Grauen.
Foto: FUNKE FotoServices
Was wir bereits wissen
An der Knappenstraße in der Nachbarstadt Bottrop eröffnete gestern das Grusellabyrinth. Besucher können dort in die Albtraumwelt der Marie eintauchen.

Oberhausen.. „Es gibt keinen Weg zurück!“ Ermutigend, was der sprechende Totenkopf den Besuchern des Grusellabyrinths in Oberhausens Nachbarstadt Bottrop beim Eintritt in die Albtraumwelt mit auf den Weg gibt. Seit gestern ist diese Attraktion für Besucher geöffnet. Um 17 Uhr konnte die erste Gruppe das Labyrinth erkunden. Am Donnerstagabend durften sich schon einmal geladene Gäste gruseln.

Das klappt. Die alte Kaue ist nicht wiederzuerkennen, der große Raum durch zahlreiche Zwischenwände unterteilt. Es ist dunkel. Durch die Halle hallen Schreie und Stöhnen. Der Sensenmann hat zur Eröffnung ein Feuerwerk spendiert, Sänger und Dschungelkönig Ross Antony übernimmt die Patenschaft für das Labyrinth.

Bis zur letzten Minute gewerkelt

Gemeinsam mit der Ehrengarde des Bergwerks ziehen die Mitarbeiter des Grusellabyrinths vom Ma­lakoffturm zu ihrem zukünftigen Ar­beitsplatz, übernehmen quasi das alte Bergwerksgebäude. Es hat eine gewisse Symbolik: Die Ehrengarde steht Spalier, die Freizeitwirtschaft zieht ein. In seiner Rede hebt OB Bernd Tischler noch einmal die Bedeutung dieses Wirtschaftszweigs für die Stadt hervor. Eine siebenstellige Summe haben Kauenbesitzer Oliver Helmke und das Grusellabyrinth investiert.

Da bemerkt man kaum, dass die Macher des Grusellabyrinths bis zur letzten Minute gewerkelt haben. Es fällt auf, mit welchem Blick für Details die Räume teilweise dekoriert sind – das gilt sogar für die Waschräume. Die Kabinenwände zwischen den Toiletten sind Spezialanfertigungen, wirken besonders rustikal und passen sich dem Rest des Gebäudes an.

60 Darsteller sind im Boot

Im Souvenirladen bieten Kobolde Vampirgebisse, Schwerter oder Spinnweben an. Als Verpflegung im Angebot: „geröstetes Hamsterhirn“. Das schmeckt aber wie Popcorn. 15 Darsteller ar­beiten in einer Schicht. „Insgesamt haben wir im Moment 60 Darsteller“, sagt Geschäftsführer Holger Schliemann. Maren Geißler spielt eine der Hauptrollen. Sie ist die Marie, die es aus der Albtraumwelt zu retten gilt. Schon in Kiel gehörte sie zur Crew des Grusellabyrinths, hat den Umzug ins Ruhrgebiet mitgemacht.

Vor der großen Premiere steigt das Lampenfieber. Anderthalb Monate haben die Darsteller geprobt, insgesamt drei Rollen kann Maren Gleißner übernehmen. Denn: „Auf Dauer täglich die Marie, das wäre etwas eintönig.“

In Gruppen wandern Besucher in 100 Minuten durch 16 Szenen. Vier Hauptcomputer steuern die Show, 25 kleinere Rechner sind für die Spezialeffekte da. Zahlreiche Soundanlagen sorgen dafür, dass die 64 Tonspuren zur rechten Zeit eingespielt werden. Schliemann: „Die Show lebt besonders vom Soundtrack. Damit haben wir uns viel Mühe gegeben.“