Immer mehr Gewalt - Oberhausener Polizisten in Sorge
17.06.2011 | 19:00 Uhr 2011-06-17T19:00:00+0200
Oberhausen. Freund und Helfer war einmal: Steigende Gewaltbereitschaft macht den Polizeibeamten Sorgen. Zugenommen habe vor allem die Intensität der Vergehen. Selbst bei Kindern sei "der Einsatz eines Messers nicht ausgeschlossen".
Opfer von Gewalt wurden diesmal „nur“ zwei Beamte, die Ereignisse vom Dienstagabend gehen aber alle Polizisten an. „Das hätte jeden treffen können“, fasst Behördensprecher Ralf Weyer zusammen, was die Kollegen der Verletzten denken. „Das nimmt selbstverständlich jeden von uns mit und bedrückt uns alle.“
Nachdem zwei Polizisten während eines Einsatzes auf der Knappenhalde von Unbekannten brutal angegriffen und verletzt wurden, hat sich das Verhalten ihrer Kollegen verändert. „Sie sind momentan noch vorsichtiger“, so Weyer. „An ein unbekanntes Einsatzgeschehen wird man nun sicherlich anders herangehen.“ Momentan sei etwa kaum denkbar, dass zu ähnlichen Einsätzen eine einzelne Streifenwagenbesatzung losgeschickt werde. „Wenn alles problemlos verläuft, kann der zweite Wagen besser wieder wegfahren.“ Insgesamt führe das natürlich zu einer größeren Arbeitsbelastung.
„Der Respekt ist verloren gegangen“
Eine große Zahl an anwesenden Beamten sei für die Klärung eines Geschehens allerdings nicht immer förderlich, gibt Weyer zu bedenken. „Manchmal entstehen durch eine vermeintliche Übermacht der Polizei Aggressionen.“ Doch nicht nur das: „Es gab einen großen Wandel im Verhalten der Gesellschaft.“ Noch vor einigen Jahren sei die bereitwillige Unterstützung der Polizei durch die Bevölkerung deutlich höher gewesen. Heutzutage würden Polizisten gerade von jüngeren Leuten nur noch selten als „Freund und Helfer“ angesehen. „Viel häufiger sehen sie im Polizisten ein Feindbild.“
Nicht selten würden etwa Beamte, die Streitigkeiten zwischen zwei Parteien schlichten wollten, als weitere Gegner betrachtet. Weil sie helfen wollen, werden sie beleidigt, manchmal auch angegriffen und verletzt. „Der Respekt gegenüber der Polizei ist verloren gegangen“, die Gewalt gegenüber Polizisten sei gestiegen.
Zunahme von "Beinahe-Situationen"
„Die Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft hat sich verändert“, sagt auch Volker Serve von der Gewerkschaft der Polizei (GDP) in Oberhausen. Auch hier sei bei der Gewalt gegenüber Polizeibeamten eine leichte Zunahme erkennbar. „Allerdings ist es nicht so schlimm wie in anderen Städten.“ Zugenommen habe nicht unbedingt die Zahl, wohl aber die Intensität der Vergehen.
Vor allem die „Beinahe-Situationen“, in denen gerade noch eine Deeskalation möglich ist, nähmen deutlich zu. „Dass der Polizeiberuf nicht ungefährlich ist, weiß jeder, der ihn ergreift“, sagt Serve. Nicht umsonst würden Polizisten besonders ausgewählt und ausgebildet.
„Heute muss man aber teilweise schon bei Kindern davon ausgehen, dass der Einsatz eines Messers nicht ausgeschlossen ist.“ Etwas Unvorhergesehenes, etwas Gefährliches könne grundsätzlich bei jedem Einsatz passieren. „Da kann man noch so gut vorbereitet sein.“

14:48
Meldung des WDR:
Die beiden Polizisten haben dewn Vorfall auf der Halde selbst inszeniert und vorgetäuscht - die Staatsanwaltschaft ermittelt.
13:19
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18:43
Ich bin weder für Gewalt gegen Polizisten noch gegen Bürger.
Aber ich habe schon Fälle erlebt, wo Bürger, nur weil sie ein Bußgeld nicht gezahlt hatten, in Handschellen durch den Garten gezerrt wurden.
Wo 10jährige Migrantenkinder mit Kabelbindern gefesselt auf den Boden geworfen wurden, die ganze Familie mit großer Brutalität in Abschiebehaft kam.
Die Gefahr der Gewalt ausgesetzt zu sein wächst auf beiden Seiten.
Ich habe vor einigen Monaten im Rahmen einer Verkehrskontrolle nach dem Dienstausweis gefragt,
Drohungen und Beschimpfungen kamen mir entgegen, bis hin zur angedrohten Verhaftung.
Es gibt einen Runderlass des IM NRW zur Ausweispflicht, nur welcher Polizist hält sich daran.
In meiner Erfahrung keiner.
Die Frage, die Herr Rojahn stellt: „wer eigentlich der Gute und wer der Schlechte ist“, die Stelle ich mir manchmal auch.
Es wäre nicht schlecht, bevor hier Stimmung gemacht wird gegen den Bürger, die Gewalt nehme zu, sollten sich beide Seiten fragen was sie wollen.
Die Polizei einen fairen Umgang, der Bürger, die Wahrung seiner Rechte.
Es hieß doch mal früher, die Polizei Dein Freund und Helfer!
Was ist denn aus diesem Slogan geworden?
Bitte keine Schuldzuweisungen und Rufe nach Gesetzesänderungen, lieber jeden Morgen in den Spiegel schauen und fragen, wie gehe ich mit dem anderen um.
Vielleicht sollte Amnestie International auch mal nach den Gewaltübergriffen durch die Polizei befragt werden.
Es hält sich sicherlich die Waage.
„Auch Django braucht einen Fahrschein“
16:46
Heutzutage würden Polizisten gerade von jüngeren Leuten nur noch selten als „Freund und Helfer“ angesehen. „Viel häufiger sehen sie im Polizisten ein Feindbild.“
Ist es vielleicht so, dass die Polizeibeamten die einzigen Vertreter dieses (Rechts?)Staates, also der BRD AG sind, deren man auf der Straße habhaft werden kann? Ist es vielleicht so, dass die Beamten den Frust der Bürger hautnah zu spüren bekommen, hervorgerufen durch Überregulierung und Gängelung einer unfähigen politischen Kaste, nur auf den eigenen Vorteil bedacht? Ist es so, dass die Beamten täglich die Folgen der verpassten Eingliederung bestimmter Bevölkerungsgruppen durch verfehlte Multikultipolitik zu spüren bekommen? Ist es so, dass Frust aufkommt, weil sich die Sinnfrage stellt, wenn die Justiz die Täter später mit einer Ermahnung laufen lässt?
00:32
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20:22
Vielleicht auch mal freundlicher zum Bürger sein. Wird man nachts kontrolliert und erfolgt ein Alkotest (der bei jungen Leuten immer vollzogen wird), ist man richtig enttäuscht, wenn das Gerät 0.00 anzeigt. Pampig wird einem dann eine gute Weiterfahrt gewünscht. Man ruf bei der Polizei an um einen Unfall auf der Autobahn zu melden, da wird man angepampt. Man meldet einen Überfall und, dass man den Täter festgehalten hat und grad mit auf ihn kniet - 15 Minuten später rückt dann die erste Streife ohne Blaulicht und Signalhorn an und dann geht alles gemütlich ...
18:56
SELBST BEI KINDERN SEI DER EINSATZ EINES MESSERS NICHT AUSGESCHLOSSEN.
Aus welchen Familien stammen diese Kinder?
Strenggenommen scheinen Polizisten und Lehrpersonen die Erziehungsaufgaben dieser hier angesprochenen Menschen zu haben, die sich bei diesen Handlungen wirklich nicht wie Kinder benehmen.
Wie verhalten sich eigentlich deren Mütter und Väter ?
Selbst als Erwachsener kann ich mir nicht vorstellen, in der Phantasie dieser Kinder, mit einem Messer als Waffe angriffslustig, lebhaft und damit vielbeschäftigt tätig zu sein...!
Hier darf auch kein Jugendschutzgesetz Anwendung finden.
Auf diese Art und Weise werden demnächst auch Lehrpersonen in den Schulen bedroht, und dann können diese ELTERN doch tatsächlich nur noch den ERSTAUNTEN spielen...!
Also, wehret den Anfängen !!
16:32
Alles wird aggressiver. Nur der Intellektuelle nicht.
16:21
Oh gott @Bencrash!
Weil Leute deiner Coleur ihre Demoerfahrungen bei vermutlich immer von der Polizei provozierten Gewalttätigkeiten zur Richtschur ihres Verhaltens gegenüber der Ordnungsmacht gemacht haben, wird das Problem sowieso immer größer!
Der Mistvogel der jemanden überfällt, ausraubt, verletzt und anschließend bei einer Festnahme heftige Gegenwehr leistet, bezieht sich ebenso auf seinen Kontakt mit der angeblichen Polizeibrutalität wie der Wochenendkravalleur auf dem Fußballplatz oder der dauerbetroffene Ständigdemonstrierer.
Das Schlimme ist, die finden auch immer Gehör.
Da wird von den Medien nicht unterschieden, ob man es da mit einem brutalen Kriminellen zu tun hat, der hinterher lügt um besser wegzukommen oder ob es sich um einen politisch motivierten Straftäter im Bereich des Landfriedensbruchs handelt der intelligent taktiert, weil mit ihm eine Bundestagsabgeornete in der Sitzblockade war.
Jede Schlagzeile gegen die Bullen ist ne Gute und deshalb merken auch die wirklich schweren Jungs wie leicht es ist, die Staatsgewalt blöd aussehen zu lassen.
Die Früchte dieser Entwicklung ernten meistens die Schwachen und die Gesellschaft selbst.
15:31
Frage: Warum haben Polizisten eigentlich eine Waffe??? Nur zum putzen !? Sie sollten sie da wo es nötig ist auch einsetzen dürfen.
Nicht bei Kleindelikten, sondern bei extremen Straftaten. Aber unser Rechtssystem stützt ja nur den Täter, das Opfer kann ja sehen wie es klarkommt. Dieser Staat ist ein Witz !!