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Im Wappen des Bischofs

28.08.2008 | 16:45 Uhr

Der aus Osterfeld stammende neue Weihbischof Ludger Schepers verewigt die Flügelschraube als Zeichen seines Geburtsortes in seinem Wappen.

Ludger Schepers Weihbischof von Essen mit neuem Kreuz und Wappen in Oberhausen Foto: Gerd Wallhorn

Osterfeld freut sich auf das alljährliche Stadtfest und hat guten Grund, wenige Tage später ein außergewöhnliches Ereignis groß zu feiern. Ludger Schepers, vor 55 Jahren auf der „Heide” geboren, wird am 19. September im Essener Münster zum Bischof geweiht. „Das war der letzte Termin”, gesteht der von Papst Benedikt XVI zum Nachfolger von Franz Grave ernannte Geistliche, „drei Tage später geht's zur Bischofskonferenz nach Fulda. Bei seiner Weihe wird Pfarrer Ludger Schepers sein neues Kreuz umgehängt, das Mülheimer Siemens-Azubis fertigten. Zu den Zeichen von Amt und Würde zählt auch das neue Wappen, in dem auch ein Stück Osterfeld verewigt wird. „Erfreulicherweise ist mir ein Kochbuch deutscher Bischhöfe in die Hände gelangt”, lächelt Schepers, „da konnte ich mir einige Anregungen zur Gestaltung holen.” Aus dem Osterfelder Wappen stammt die Flugschraube, die an die Tradition der Eisenbahn in dem Stadtteil erinnert. Im Bischofs-Wappen hat sie ihren Platz neben dem Ludgerus-Kelch, der Stella Maris als Zeichen der Mutter Gottes, der Taube (Heiliger Geist) und des Keimenden Weizenkornes. Unter allem der Spruch „Ut In Omnibus Glorificetur Deus” (Damit in allem Gott verherrlicht werde”). Wie sein Vorgänger Franz Grave fühlt sich der neue Weihbischof besonders der Arbeitswelt verbunden. Sein von den Azubis gefertigtes Kreuz, „hergestellt von Künstlern des Handwerk”, besteht aus Holz (Symbol der Schöpfung) und Stahl (Arbeitswelt). Das verarbeitete Eichenholz stammt aus dem nicht mehr existierenden Elternhaus mütterlicherseits in Vreden. Vom Material ist (trotz Fertigung eines Ersatzkreuzes) noch ein gutes Stück Holz vorhanden. Bruder Hermann-Josef Schepers: „Vielleicht für einen Bischofsstab.”

Frank Eisenhardt und Gerd Wallhorn

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