Ihre Heimat ist das Meer
12.10.2008 | 18:28 Uhr 2008-10-12T18:28:00+0200Blaue und weiße Matrosen begrüßten die Gäste des Marina-Shanty-Chor-Konzertes am Samstag in der Lutherkirche. Ein gemaltes Segelschiff auf Leinwand und diverse Seemannsutensilien weckten bei den Zuschauern Fernweh und Sehnsucht nach dem Meer.
Vor genau fünf Jahren nahmen die Blauen Jungs den Bau der Marina als passenden Anlass und gründeten den Seemannschor. Heute sind sie nicht mehr aus Oberhausen weg zu denken und stellten auch bei diesem Konzert ihre Stimmsicherheit und Gute-Laune-Garantie unter Beweis. Von Anfang an hatte der Chor das Publikum auf seiner Seite und bei Liedern wie „Ich liebe die Nordsee” schunkelten und schmetterten viele bereits begeistert mit. Für ihr Jubiläum hatten sich die Marina-Sänger Unterstützung aus dem Ostfriesland geholt. Vier Stunden war die Norddeicher-Shanty-Chortruppe gefahren und trat damit das zweite mal in Oberhausener Hallen auf. Abwechselung brachte der Auftritt der Dinslakener Gruppe „Pont Neuf”. Mit mehrstimmig gesungenen englischen Liedern fielen die drei Musiker zwar etwas aus dem Rahmen, aber lieferten dadurch eine fabelhafte Show. Zehn verschiedene Instrumente wurden von dem Trio benutzt, darunter Banjo, Mandoline, deutscher Dudelsack, Löffel, Kokosnuss und: das Publikum. Das kam nämlich ziemlich ins Schwitzen, wenn Pont Neuf Geräusche und Klatschrhytmen in ihre Lieder einbauten . Leider kam die Band, die viel mit irischen und instrumentellen Elementen arbeitet, nicht bei allen Generationen gleich gut an. Einige Gäste verließen vorübergehend den Saal. Nach der Pause war jedoch wieder jeder dabei, als die Norddeicher Ohrwürmer wie „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins” sangen. Hans Albers ließ grüßen. Ein Wunschtitel, per Stimmzettel ermittelt, erfreute die Menge. Jeder stimmte in das Friesenlied mit ein. Die Krone wurde dem Ganzen aufgesetzt, als sich die blauen und weißen Matrosen zusammen auf der Bühne einfanden und mit einem Schlusslied das Publikum verabschiedeten.

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