IG Metall Oberhausen bereitet Warnstreik vor

Die IG Metall Oberhausen plant für kommende Woche Freitag, 6. Februar, einen Warnstreik. Der Grund: Das Angebot der NRW-Arbeitgeber in den Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie sei völlig unzureichend. Am 6. Februar soll es eine dritte Tarifverhandlung in Mülheim geben. „Es bietet sich also an, an dem Tag nach Mülheim zu fahren“, sagt Peter Koppers, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Oberhausen. Ob es einen ganztätigen Warnstreik gibt, ist noch offen.

Die Gewerkschaft fordert 5,5 Prozent mehr Geld sowie bezahlte Teilzeit für Ältere und Fortbildungswillige. Bei der Bildungsteilzeit geht es darum, dass sich Beschäftigte mit Lohnausgleich für Weiterbildungen freistellen lassen könnten. „Das sind moderate Forderungen“, meint Koppers. Das Angebot der Arbeitgeber: 2,2 Prozent mehr, der Anspruch auf Altersteilzeit soll halbiert und auf besonders Belastete reduziert werden, Bildungsteilzeit weisen sie zurück.

Der Oberhausener Bundestagsabgeordnete der Linken, Niema Movassat, unterstützt die Forderungen der Gewerkschaft: „Die Stahlindustrie boomt und sie sagt auch für das kommende Jahr weiteres Wachstum voraus. Dieser Aufschwung darf nicht an denen vorübergehen, die ihn erwirtschaften.“ Die Weigerung Weiterbildung finanziell zu fördern, sei alles andere als zukunftsorientiert. „Die Arbeitgeber müssen begreifen, dass auch sie von gut qualifizierten Beschäftigten profitieren."

In Oberhausener Unternehmen sind rund 4000 Menschen in der Metall- und Elektroindustrie beschäftigt.