IG Bau fordert: Steuerbonus muss bleiben

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) spricht sich gegen Kürzungen beim Steuerbonus für Handwerkerleistungen aus. „Die Steuerermäßigung muss bleiben. Wer privat einen Maler oder Fliesenleger mit einer Modernisierung oder mit Reparaturen beauftragt, muss auch weiterhin die Möglichkeit haben, zwanzig Prozent der Arbeitskosten von der Steuer abzusetzen – und das bis zu einem Höchstbetrag von 1200 Euro jährlich“, sagt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Mülheim-Essen-Oberhausen, Peter Köster. Er reagiert damit auf entsprechende Änderungspläne der Bundesregierung. Das ursprüngliche Vorhaben der Großen Koalition: Das Absetzen von Handwerkerrechnungen drastisch zusammenstreichen, um mit dem eingesparten Geld Steuervergünstigungen für die Gebäudesanierung zu finanzieren. „Vorne geben, hinten nehmen“, so die IG BAU Mülheim-Essen-Oberhausen.

Die Handwerker-Gewerkschaft warnt: „Wenn Haus- und Wohnungseigentümer künftig die Arbeit von Handwerkern kaum noch von der Steuer absetzen können, wird dies spürbare Folgen haben. Privatleute werden sich mit Investitionen zurückhalten. Und in Oberhausen werden die Handwerksbetriebe zwangsläufig weniger Aufträge bekommen.“ Der Handwerkerbonus sei eingeführt worden, um Hauseigentümern einen Anreiz zu geben, Aufträge regulär zu vergeben und Schwarzarbeit zu vermeiden. „Das hat auch gut funktioniert“, so Köster.