Hundehalter in Oberhausen fürchten Giftköder
09.11.2010 | 18:11 Uhr 2010-11-09T18:11:00+0100
Oberhausen.Die Eheleute Wiesel sind am Boden zerstört. Ihr Rauhaardackel Zauser starb, nachdem er im Volksgarten Gift gefuttert hatte. Zwei weitere Hunde sollen Rattengift gefressen haben und qualvoll verendet sein. Die Stadt sperrt den Volksgarten aber nicht.
Giftköder im Osterfelder Volksgarten? Drei Hunde, die die Köder gefressen haben und gestorben sein sollen? Am Freitagabend ging bei der Stadt Oberhausen eine entsprechende Nachricht ein, so Sprecher Martin Berger. Und weiter: „Mitarbeiter des Ordnungsamtes waren am Montag draußen. Sie haben den Park akribisch abgesucht und nichts gefunden.“ Damit scheint die Sache für die Stadt erledigt zu sein. „Auf eine dubiose Mail hin, könne man nicht mehr tun“, so Berger.
Hündin Fiona überlebte in Tierklinik
Die „dubiose“ Mail hatte eine besorgte Oberhausenerin auch an die WAZ verschickt. Und die Frau machte sich auf die Suche nach den Haltern der Hunde, die das Gift gefressen haben sollen. Sie wurde fündig.
Die Eheleute Wiesel sind am Boden zerstört. Ihr Rauhaardackel Zauser (14) starb am 31. Oktober urplötzlich und unter fürchterlichen Qualen. „Wir sind ganz daneben, immer noch“, sagt Werner Wiesel. Seit 29 Jahren ginge er jeden Tag morgens und abends im Volksgarten spazieren — mit seinen Hunden. „Wir hatten unseren ersten Dackel 16 ½ Jahre. Dann kam Zauser. Und an jenem fürchterlichen Tag des vergangenen Monats war Werner Wiesel von 9 bis 10 Uhr mit seinem Zauser im Volkspark unterwegs. Um 14 Uhr ging es dem Dackel dann schlecht. Fuhr das Ehepaar zu einem Tierarzt, der Notdienst hatte. „Der Arzt sagte, Zauser hätte Gift gefressen“, so Werner Wiesel. Der Dackel starb noch am selben Tag.
Während die besorgte Oberhausenerin nun nach den anderen betroffenen Hundehaltern sucht, ist Familie Otto in Schmachtendorf mit dem Schrecken davon gekommen. Ihre Hündin Fiona (4) hat definitiv Rattengift gefressen. „Das ist so was von schrecklich“, sagt Heide Otto (48) über die Qualen des Tieres. Drei Tage rang Fiona in einer Tierklinik in Düsseldorf mit dem Tod.
„Wir gehen regelmäßig mit unseren Hunden in den umliegenden Wäldern spazieren“, sagt Heide Otto. Am Freitagmorgen bemerkten Ottos, dass mit Fiona etwas nicht stimmte. Sie kam sofort in die Klinik. „Seit Montagabend ist sie übern Berg“, ist Heide Otto erleichtert. Für sie und ihre Familie sei das alles extrem belastend gewesen. Am Samstag hätte ihr Mann sich auch an die Polizei gewandt. „Dort sagte man ihm, das Ordnungsamt sei zuständig“, so Heide Otto.
Stadt Bottrop warnte vor Rattengift
Werden oft Giftköder ausgelegt, um Hunde oder Katzen zu töten? Die Stadt Bottrop sperrte erst im September einen Spielplatz und ließ an einem weiteren Warnschilder anbringen: „Achtung Rattengift!“
Übrigens lagen beide Spielplätze im Bereich der Kleingartenanlage Nappenfeld und die befindet sich an der Stadtgrenze zu Oberhausen-Klosterhardt. Ein Zufall? Zwei Anzeigen waren bei der Bottroper Polizei von Hundehaltern in diesem Bereich eingegangen. In beiden Fällen waren die Tiere urplötzlich, vermutlich an Gift gestorben. „Die Besitzer ließen aber keine entsprechenden Tests machen“, sagt Michael Franz, Sprecher beim Polizeipräsidium Recklinghausen. Nicht nur Hunde starben, auch Kaninchen wurden dort vermehrt tot aufgefunden, so Bottrops Stadtsprecher Andreas Pläsken.
„Als Sauerei“, bezeichnet Ralf Weyer, Sprecher der Oberhausener Polizei, Giftköder. Den Tätern drohen Strafanzeigen wegen versuchter Sachbeschädigung (Tiere gelten leider immer noch als Sache) oder versuchter Tierquälerei. „Die Aufgabe der Polizei, aber auch der Ordnungsbehörde ist in erster Linie die Gefahrenabwehr“, so Weyer. Verstärkte Polizeipräsenz und die Mithilfe der Bevölkerung spricht Weyer an. Und natürlich sei die Polizei für solche Fälle zuständig.

11:01
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09:30
leider war es an dem Tag ein wenig am regnen. Der jenige hatte aber wohl dunkle Haare.Schade, dass ich an dem tag nicht selbst mit meinem Hund gehen konnte, ich denke mal dass ich zumindest die Hunderasse indentifizieren könnte.Ich weiß nicht, ob diese Beschreibung ausreicht um etwas machen zu können. Ich werde mal nachfragen, ob mein Bekannter Angaben über das Fahrrad machen kann.Einige Schilder sind noch im Wäldchen befestigt
18:48
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17:41
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22:41
@ #38 Werner Tomas
Ich denke das ist doch immerhin mal ein Hinweis, auch wenn Täter und der Schilderzerstörer nicht idententisch sein müssen. Können Sie Ihren Bekannten nicht bitten den Vorfall möglichst mit einer Personen- und Fahrradbeschreibung dem Ordnungsamt und ggf. der Polizei zu melden? Soweit möglich, wäre es vielleicht auch gut die Personenbeschreibung hier zu posten, damit andere Waldbesucher die Augen offen halten können. In jedem Fall sollte aber das Ordnungsamt wissen, dass jetzt Schilder fehlen.
18:09
Mein Bekannter war heute Nachmittag mit meinem Hund im Volksgarten unterwegs und sah plötzlich, wie ein sich unbeobachtet fühlender Radfahrer die Giftköder-Warnschilder an einem Baum entfernte. Er sprach ihn direkt aus der ferne an, dass er die Schilder am Bau, belassen solle.Daraufhin steckte der Radfahrer Schild das Schild in seine Jackentasche und ergriff die Flucht. Das Kuriose an der Sache, der Radfahrer hatte selber einen Hund dabei, da sich mein Bekannter mit Hunderassen leider nicht so gut auskennt, konnte er nur so weit den Hund beschreiben, dass der Hund aussah wie ein Golden Retriever, nur kleiner....
Eventuell kann ja jemand mit dieser Konstellation etwas anfangen?? Also, Vorsichtig! Auch wenn die Schulder nicht mehr an den Bäumen hängen.
16:37
an Klaus Uschmann: woher haben Sie denn die Weisheit, die Sie unter Punkt 2 anführen? Wäre interessant zu wissen.
Das ich erst Jura studieren muss, um einen Hund auszuführen finde schon sehr weltfremd.
Im Übrigen können auch die Knöllchenverteiler noch nicht einmal begründen, warum ein Hund angeleint sein muss; es wird halt alles genommen, hauptsache es kommt Geld ins Stadtsäckel.
16:34
an ina1982 : Hier geht es um die Vergiftung von Hunden und nicht um Hundekot bzw. Hundekotbeutel.
16:29
Bei der ganzen Sache hat die Stadt nichts anderes zu tun als eine Antifreilaufgebühr von 25 Euro zu erheben. Diese Stadt zieht nur noch Geld von Ihren Bürgern und tut rein gar nichts für die zahlenden Bürger.
Es ist mittlerweile eine Schande in Oberhausen zu wohnen
07:44
@ Groen81:
Wenn ein Straftäter Giftköder auslegt, handelt der Hundehalter fahrlässig? *kopfschüttel* Dazu fällt mir nichts mehr ein.