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ENERGIE

Heizungen bleiben warm

07.01.2009 | 18:22 Uhr

Auch ohne Lieferungen aus Russland müssen sich Oberhausener Erdgas-Kunden keine Sorgen machen, meldet die Energieversorgung Oberhausen.

Dass Russland die Lieferung von Erdgas nach Westeuropa gestern komplett eingestellt hat, wird Privathaushalte in Oberhausen aller Wahrscheinlichkeit nach nicht betreffen: Das erklärte Daniel Lichtenstein, Sprecher der Energieversorgung Oberhausen (EVO), am Mittwoch: „Unsere beiden Vorlieferanten versichern, dass die kommunale Versorgung in keiner Weise gefährdet ist.” Das Unternehmen bezieht Erdgas hauptsächlich aus den Niederlanden.

Die EVO hat selber keine Möglichkeiten, viel Gas zu speichern: „Wir leben von den deutschlandweiten Reserven”, erklärte Lichtenstein – und selbst wenn es so eisig bliebe wie zurzeit, reichten die noch 40 Tage.

Energieverbrauch stieg um 74 Prozent

Bis -15 Grad sind die Oberhausener Thermometer gesunken – entsprechend ist der Energieverbrauch gestiegen: Der Erdgasverbrauch am Dienstag habe 74 Prozent höher gelegen als an einem „normal kalten” 6. Januar, berichtete der EVO-Sprecher.

„Wenn die Temperaturen weiterhin im zweistelligen Minusbereich rangieren und der Gashahn aus Russland längerfristig abgedreht bleibt, könnte es zu Liefereinschränkungen beim Kraftwerksgas für die beiden Heizkraftwerke der EVO kommen”, sagte Lichtenstein. Diese versorgen unter anderem Alt-Oberhausen, Sterkrade und die Neue Mitte mit Fernwärme. Sollte es eng werden, könne das Unternehmen allerdings innerhalb weniger Stunden – und für Verbraucher nicht spürbar – den Betrieb der Kraftwerke auf Leichtöl umstellen. Lichtenstein: „Die Öltanks der EVO sind voll. Mit den Reserven kann die Stadt in vollem Umfang mit Energie versorgt werden.”

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