Heimarbeit: Positives Zwischenfazit

Durch das Pilotprojekt soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werden.
Durch das Pilotprojekt soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werden.
Foto: imago stock&people
Was wir bereits wissen
Der Pilotversuch der Stadtverwaltung ist gestartet: Mitarbeiter geben an, sich zu Hause besser konzentrieren zu können – noch technische Probleme.

Oberhausen.. Mit einem Pilotprojekt zur Teleheimarbeit will die Stadtverwaltung ihren Mitarbeitern ermöglichen, Familie und Beruf besser unter einem Hut zu bekommen. Gleichzeitig sollen dadurch aber auch Fachkräfte gehalten und langfristig möglicherweise Büroflächen eingespart werden. Ein erstes Zwischenfazit, das nun im Gleichstellungsausschuss vorgestellt wurde, fällt positiv aus: Die befragten Mitarbeiter gaben an, dass sie zu Hause konzentrierter arbeiten können. Probleme gibt es noch auf der technischen Seite – Daten würden nur zeitverzögert dargestellt.

14 Mitarbeiter der Stadtverwaltung, darunter zehn Frauen und vier Männer, sind in das Pilotprojekt involviert. Sie erledigen einen Teil ihrer Aufgaben fortan von zu Hause aus – 50 Prozent ihrer Arbeitszeit sind sie aber vorerst weiterhin im Dienstgebäude. Bis Ende Dezember läuft der Versuch.

Mitarbeiter fühlen sich effektiver und konzentrierter

„Die Rückmeldungen sind bislang erfreulich“, berichtete Achim Kawicki, Bereichsleiter Personal und Organisation, dem Ausschuss. Bei einer telefonischen Befragung hätten die Mitarbeiter angegeben, dass sie in den eigenen vier Wänden effektiver und konzentrierter arbeiten könnten, als im Dienstgebäude. So würden zum einen die teilweise langen Anfahrtswege wegfallen, zum anderen gebe es weniger Störungen.

Bedenken einzelner Ausschussmitglieder, dass es Probleme in der jeweiligen Dienststelle geben könnte, wenn ein Mitarbeiter nicht vor Ort ist, räumte Kawicki aus. „Der Kontakt mit den Kollegen wird weiter gehalten, entweder per Anruf oder E-Mail.“ Außerdem seien die Mitarbeiter noch mehr als die Hälfte ihrer Dienstzeit im Büro.

Probleme bei der Telefonweiterleitung

Die technische Ausstattung muss jedoch noch verbessert werden. Einige Mitarbeiter klagten darüber, dass bei der Bearbeitung von grafischen Programmen, die Daten zeitverzögert dargestellt werden. Teilweise konnte zudem das Telefon im Dienstgebäude nicht auf das Diensthandy umgeleitet werden.

„Es war überfällig, dass sich die Stadtverwaltung mit diesem Thema beschäftigt“, kommentierte Sonja Bongers (SPD) das Projekt. „Arbeitgeber in der Wirtschaft haben für ihre Mitarbeiter bereits längst solche Möglichkeiten geschaffen. Auch die Verwaltung muss attraktiv bleiben.“