Handy-Affäre: Schaden größer als gedacht

Im Fall der verschwundenen Mobiltelefone wird die Staatsanwaltschaft Duisburg nach WAZ-Informationen in Kürze Anklage gegen zwei Beschuldigte, frühere Beschäftigte der Stadttochter Oberhausener Gebäudemanagement (OGM), erheben. Sie sollen vorgeblich für die Stadt Tausende Geräte mit Mobilfunk-Verträgen bei der Telekom gekauft, dann privat verkauft haben. Den Tätern drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Im schlimmsten Fall kann der Schaden bei weit über zwei Millionen Euro liegen. So wird die Zahl an bestellten Mobilgeräten (I-Phone, Samsung) bei der OGM mit über 3300 in den Jahren 2012 bis 2015 beziffert. Die Staatsanwaltschaft hat zur Vereinfachung des Verfahrens nur die Jahre 2013 und 2014 betrachtet und den missbräuchlichen Kauf von über 2000 Geräten ermittelt. Finanziert wurden die Geräte über die Mobilfunkverträge: pro Gerät über 60 Euro Monatsgebühr. Diese Gebühr soll von den Tätern abgesenkt worden sein. Bei der OGM soll man den bis Ende 2014 aufgetretenen realen Schaden auf 300 000 Euro beziffern. Werden alle die abgesenkten Mobilfunkverträge von der OGM erfüllt, soll sich der echte Schaden auf über 700 000 Euro belaufen. Oder mehr, wenn die Telekom den entgangenen Gewinn einfordert: über eine Million Euro.