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Handwerk: Zu viel Bürokratie beim Mindestlohn

20.01.2015 | 00:12 Uhr

Seit dem 1. Januar gilt in Deutschland der Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Der Unternehmerverband beklagt, dass die entsprechenden Verordnungen für einen erheblichen bürokratischen Mehraufwand sorgen. Wie sieht dies das hiesige Handwerk? Wir fragten Barbara Pezzei, Geschäftsführerin der Kreishandwerkschaft Mülheim/Oberhausen.

1 Macht der Mindestlohn mehr Arbeit?

Ja sicher, er steht derzeit auf Platz eins unserer Beratungsthemen. Jeder Arbeitnehmer muss beispielsweise Beginn und Ende seiner Arbeitszeit und auch die Pausen genau aufschreiben. Der Beleg muss tagesaktuell im Firmenbüro vorliegen. Das Problem: Im Bauhauptgewerbe etwa sind die Mitarbeiter oft eine Woche und länger gar nicht in der Firma, sondern auf der Baustelle.

2 Wird der Arbeitszeitbeleg denn kontrolliert?

Der Zoll ist dafür jedenfalls zuständig. Allerdings habe ich noch nicht gehört, dass dort auch mehr Stellen eingerichtet wurden. Ein Gesetz macht aber nur Sinn, wenn es auch kontrolliert wird. Die Kontrollen waren übrigens schon vorher nicht besonders häufig.

3 Stören ihre Betriebe aber nicht viel mehr die 8,50 Euro, die sie nun mindestens zahlen müssen?

Nein. Bis auf eine einzige Ausnahme – das erste halbe Jahr in der niedrigsten Tarifstufe der Friseure – lagen alle Handwerke immer schon darüber.

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