Hakenkreuze beschäftigen Polizei

Hakenkreuze auf dem Grabstein von Luise Albertz, braune Parolen am Rathaus und der Gedenkhalle: In den vergangenen Wochen sind der Oberhausener Polizei und dem Essener Staatsschutz verschiedentlich rechte Schmierereien in der Stadt gemeldet worden. Die Ermittler beschäftigt dabei die Frage, ob es sich um rechte Schmutzfinken oder um dumme Jungenstreiche handelt. Im Jahr 2014 gab es in Oberhausen insgesamt 45 politisch rechts motivierte Straftaten. 23 Mal ging es dabei um die Verbreitung von Symbolen verfassungswidriger Organisationen, wie etwa der NSDAP.

Zeugen gesucht

Am Morgen des 1. April fanden Mitarbeiter an der Wand des Stadtarchives in Lirich ein Hakenkreuz. Mit gelbem Klebeband hatten Unbekannte das Symbol aufgeklebt. Die Mitarbeiter entfernten das Klebeband und informierten die Polizei. Pfingstmontag (25. Mai) fanden Zeugen drei Hakenkreuze auf dem Grabstein von Luise Albertz. Die Täter hatten auf dem Friedhof West die Symbole mit Kreide aufgemalt. Nach der Spurensicherung wurden die Schmierereien entfernt.

Am 9. Juni beschmierten Täter die Gedenkhalle und, einen Tag später, das Rathaus. Erneut wurden mit Kreide Hakenkreuze und stumpfe braune Parolen aufgebracht. Am Dienstag dieser Woche wurde die Gedenkhalle wiederholt mit drei Hakenkreuzen beschmiert, am Mittwoch fanden Mitarbeiter Schmierereien und Parolen auf Gebäuden und Kreuzen des Friedhofes an der Wittekindstraße.

Die Polizei und der Staatsschutz suchen nach Zeugen, die Hinweise auf die Straftäter geben können.

Hinweise nimmt die Polizei per Telefon 8260 oder als E-Mail (Poststelle.Oberhausen@polizei.nrw.de) entgegen. Der Staatsschutz ist bei der Polizei Essen unter 0201-8290 erreichbar.