Häuser statt Hallenbad

Die Pläne für eine Wohnbebauung auf dem Gelände des abgerissenen Schwimmbades an der Hunsrückstraße schreiten voran. Ein Bebauungsplan liegt vor, der Rat der Stadt soll in der kommenden Woche die öffentliche Auslegung beschließen.

Geplant werden vier Mehrfamilienhäuser, Erschließungsstraßen und eine öffentliche Grünfläche. Dafür soll die Grünfläche, die momentan vorhanden ist, verlagert werden. Auch der Spielplatz wird verlegt – vom südlichen Teil soll er direkt neben die Sporthalle ziehen. Dadurch wird sich die Fläche für Klettergerüst, Rutsche und Co. allerdings verringern. Die ehemalige Hausmeisterwohnung auf dem Gelände soll abgerissen werden.

Das Verfahren zieht sich schon seit mehreren Jahren hin. Bereits 2010 hatte der Oberhausener Stadtrat den Bebauungsplan auf den Weg gebracht. Es stellte sich allerdings heraus, dass eine planungsrechtliche Teilung des rund 12 000 Quadratmeter großen Gebietes sinnvoll ist. Auch wenn die Teilung keine direkten Auswirkungen auf die spätere Realisierung der Bauvorhaben hat, muss sie doch offiziell genehmigt werden.

Angst vor Umweltbelastungen

2013 haben öffentliche Träger und Privatpersonen dann erste Bedenken zum Vorhaben geäußert. Neben der Verkleinerung der Spielplatzes brachten Kritiker auch Umweltbedenken ins Spiel. Schließlich würden beim Betreiben eines Schwimmbades immer auch Chlor und andere Giftstoffe benutzt.

Die Oberhausener Stadtverwaltung weist allerdings darauf hin, dass sie im Vorfeld der Planungen entsprechende Untersuchungen vornehmen ließ. Ein Konzept zur Beseitigung der belasteten Böden sei erstellt und bei der Planung berücksichtigt.