Gymnasium setzt auf fairen Handel

Wer am Tag der offenen Tür das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Sterkrade betrat, der entdeckte unweit des Eingangs im denkmalgeschützten Altbau ein großes Plakat mit der Aufschrift „Fair Trade“. Das Sterkrader Gymnasium möchte „Fair-Trade-School“ werden und hat dazu einiges auf die Beine gestellt.

So informierten Schüler an diesem Tag der offenen Tür kompetent zum Thema Fairtrade. Es gab einen gut sortierten Verkaufsstand mit ausschließlich fair gehandelter Ware. „Wir wollen auf den fairen Handel aufmerksam machen und einen Beitrag gegen Kinderarbeit und Ausbeutung von Kleinbauern in Entwicklungsländern leisten“, sagte Anna Steinhauer, Sprecherin der Fairtrade AG. In der Arbeitsgemeinschaft setzen sich seit Beginn des laufenden Schuljahres 34 Schüler aus den Jahrgangsstufen fünf, sechs und acht für fairen Handel ein. Sie verfolgen ein ambitioniertes Ziel, das ihr neuer Schulleiter Uwe Bleckmann auf den Punkt bringt: „Wir sind auf dem besten Weg, die erste Fairtrade-School Oberhausens zu werden.“

„Das Tolle ist, dass die Schüler offene Türen einrennen“, sagt Martin Poretschkin, Leiter der Fairtrade AG. So gab es am Tag der offenen Tür große Hilfe aus der Elternschaft, mit selbst gemachten fairen Brownies, die genauso wie kleine Kaffeeproben verschenkt wurden. Zudem verkaufte die Fachschaft Französisch Crêpes mit fair gehandelter Schokolade, das Schulcafé bot fair gehandelten Kaffee an.

Was aber leistet das „Freiherr“, um wirklich den von Fairtrade Deutschland vergebenen Titel einer Fairtrade-School zu erlangen? Die AG organisiert Informations- und Verkaufsaktionen. Die Blogger Dennis Wagner und Raphael Koopmann (8 e) berichten im Fairtrade-Schools-Blog darüber. Ein Schulteam aus Schülern, Lehrern und Eltern plant weitere Aktionen. Und so wird es im Schulkiosk ab 2015 fair gehandelte Produkte geben. Zudem haben mehrere Fachschaften das Thema Fairtrade in ihre schulinternen Curricula aufgenommen. Im Dezember könnte dann die Bewerbung zum angestrebten Titel führen.