Gut sortiert ist Bauschutt in Oberhausen kostenlos

Foto: Kurt Michelis
Was wir bereits wissen
WBO unterscheiden zwischen reinem Bauschutt und kostenpflichtig zu entsorgenden Baumischabfall. Privathaushalte können Bauschutt kostenlos entsorgen.

Oberhausen.. Was ist Bauschutt? – Eine korrekte Trennung lohnt sich. Nicht nur auf einer Großbaustelle fällt eine Menge Müll an, der nicht in den Hausmüll gehört. Wer als Privatperson zu Hause renoviert oder ein Haus baut, weiß: Auch hier gibt es viel zu entsorgen.

„Dabei sollten sie aber unbedingt auf eine richtige Mülltrennung achten“, erklärt WBO-Geschäftsführer Karsten Woidtke. „Bauschutt nehmen wir an unserem Wertstoffhof von Oberhausener Privathaushalten ja nun kostenlos an, Baumischabfälle dagegen nicht. Das heißt: Eine korrekte Trennung dient auch dem Geldbeutel.“

WBO will informieren

Die Wirtschaftsbetriebe wollen die Oberhausener deshalb informieren, was genau Bauschutt ist und was nicht. Unter Bauschutt fällt nämlich keinesfalls alles, was bei den Renovierungs- oder Bauarbeiten anfällt. Zum reinen Bauschutt zählen mineralische Abfälle wie Backsteine, Mauerwerk oder Fliesen. Tapetenreste dagegen müssen vorher unbedingt entfernt werden.

Zum Bauschutt gehört also laut WBO-Definition: Sandstein, Kalkstein, Bimssteine, Klinkersteine, Backsteine, Natursteine, Pflastersteine, Blockstein, Naturschiefer, Mörtel, Putz, Ziegel, Mauern, Beton, Zementreste, Mauerwerk, Estrich, Ziegel, Marmor, Toilettenschüsseln, Waschbecken, Pissoirs, Fliesen, Kacheln, außerdem Straßenbruch und Feinsteinzeug.

Schadstoffhaltige Abfälle gesondert entsorgen

Zu den gesondert zu entsorgenden Baumischabfällen zählen: Gas- oder Porenbetonsteine, Glas und Glasbausteine, Bauholz, Holzreste und Späne, Altmetalle und Altschrotte wie Heizkörper, Moniereisen oder Metallwannen, Gipskarton und Rigipsplatten, Kabel und Rohre aus Plastik, Dämmstoff, Isolierung und Styropor, Türen, Fenster und Türzargen, Tapeten, Teppichreste, Kunststoffe, Erdaushub wie Lehm und Sand, Sprühdosen, Abdeckfolien, Farbeimer, Strohmatten, Drahtwände und Keramik.

Schadstoffhaltige Bauabfälle wie Asbest sind gesondert zu entsorgen. „Reiner Bauschutt ist ein wichtiges Wertprodukt, das fast komplett wieder verwendet werden kann“, unterstreicht Karsten Woidtke. „So können Beton und Fliesen zu Recyclingbeton oder zu Material für den Straßenbau werden. Deshalb ist es wichtig, Verunreinigungen bei der Entsorgung zu vermeiden.“