Gut gerüstet

BOB-Vorwurf: Stoag schlecht gerüstet für Behinderte. Dass möglichst alle Mobilitätsbehinderten den ÖPNV benutzen können sollen, ist richtig. Vor der Herausforderung stehen aber alle Verkehrsunternehmen. Nicht alle Mobilitätsbehinderte machen einen benutzbaren ÖPNV allein an Rampen fest, da es viele unterschiedliche Einschränkungen gibt. Insofern ist die Stoag durch die Niederflurtechnik zwar noch nicht für alle, aber für viele Mobilitätsbehinderte durchaus gerüstet. Dass alle Fahrzeuge die gewünschten Ausstattungsmerkmale (Rampen/viel Stellplatz) aufweisen, dürfte sehr wohl Ziel der Stoag sein. Gleichwohl gibt es aber auch die Forderung vieler nach mehr Sitzgelegenheiten im Fahrzeug. In Verkehrsunternehmen erfolgt die Modernisierung des Fuhrparks aber nach und nach. Alte Straßenbahnen, die sogar mehrere Stufen an den Türen aufweisen, haben hier die Mülheimer Verkehrsbetriebe zu verantworten. Straßenbahnen, die Rampen aufweisen, wären bei Realisierung der von BOB genannten, aber abgelehnten „Luxuslinie 105“ Standard geworden. Aufgrund der Fördermodalitäten steht nicht kurzfristig Geld für neue Straßenbahnen mit Rampen zur Verfügung. Dafür müsste die Stoag das Netz an anderer Stelle weiter ausdünnen bzw. die Stadt freiwillige Leistungen reduzieren/streichen bzw. auch Steuern erhöhen.