Grüne suchen einen Mitarbeiter für vier Euro die Stunde
05.02.2013 | 08:00 Uhr 2013-02-05T08:00:00+0100
Oberhausen. Bärbel Höhn sucht für die nächste Bundestagswahl einen Mitarbeiter für den Oberhausener Wahlkreis. Diese Praktikantenstelle wird mit nur vier Euro die Stunde entlohnt, obwohl sich die Grünen in ihrem Parteiprogramm für "einen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro die Stunde" einsetzen.
Für die kommende Bundestagswahl sucht Bärbel Höhn, NRW-Spitzenkandidatin der Grünen , für ihren Oberhausener Wahlkreis einen Mitarbeiter – für vier Euro die Stunde. Die Grünen bezeichnen die auf sechs Monate befristete Tätigkeit als „Praktikum“. Doch die Anforderungen sind hoch: Erwartet werden selbstständiges Arbeiten, Eigeninitiative, strategisches Denkvermögen und die Fähigkeit, Konzepte zu erarbeiten. Vorausgesetzt wird auch die Bereitschaft, in den Abendstunden und an den Wochenenden zu arbeiten.
Basis der Entlohnung ist ein Minijobgehalt von 400 Euro im Monat, bei einer Wochenarbeitszeit von 25 Stunden. Umgerechnet auf die Stunde sind das vier Euro. Zum Vergleich: In ihrem Parteiprogramm setzen sich die Grünen für „einen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro die Stunde“ ein.
Besser als nichts
Andreas Blanke, Vorstandssprecher der Oberhausener Grünen, rechtfertigt die Konditionen: „Wir sind uns bewusst, dass die 400 Euro keine üppige Entlohnung sind. Man muss aber auch sagen, dass es Praktikantenstellen gibt, für die gar keine Vergütung bezahlt wird“.
Das Praktikum, für das Höhn auch direkt auf dem sozialen Netzwerk Twitter wirbt, richtet sich insbesondere an Studenten der Politikwissenschaft mit Erfahrung in den Bereichen Presse-/Öffentlichkeitsarbeit und/oder Online-Kommunikation. Ein Praktikum sei in diesen Bereichen in der Regel Bestandteil des Studiums, sagt Blanke. „Dafür stellen wir ein Zeugnis aus. Einige interessierte Bewerber haben sich bereits gemeldet.“ Die Bewerbungsfrist endet am 15. Februar.
Die Vorraussetzungen
Ein halbes Jahr lang, vom 1. April bis zum 30. September, wird das Praktikum dauern. Die Kenntnis der Inhalte und Strukturen der Grünen sind naturgemäß Voraussetzung, um den Job zu bekommen. „Mitglied muss man nicht sein.“
Da die Partei bundesweit in ihrem Wahlkampf stark auf die digitalen Medien setzen will, werden Top-Kenntnisse in Sachen Online-Kommunikation, Typo 3, HTML, Soziale Netzwerke sowie MS Office-Anwendungen von den Bewerbern erwartet. „Multimedialität wird ein großes Thema sein“, sagt Blanke. Zu den Aufgaben gehöre zum Beispiel, Videos zu drehen, Interviews zu führen, sie vor- und nachzubearbeiten sowie ins Internet zu stellen. Kurz: „Es geht darum, zeitnah Infos zu vermitteln.“ Und da man dafür Zeit und Personal benötige, sei entschieden worden, erstmals so ein Praktikum anzubieten.
Da in der heißen Phase des Wahlkampfs, die Anfang September beginnen dürfte, eine höhere Belastung auf den Praktikanten zukommt, wird ein Arbeitszeitkonto angelegt. Bis August werden es also weniger als 25 Wochenarbeitszeitstunden sein, danach mehr. Nicht umsonst ist der Infotext auf der Internetseite der Grünen mit „Lust auf viel Arbeit und viel Anerkennung?“ überschrieben.
08:26
Ich möchte noch ergänzen: Ich hätte sehr gerne an der Umfrage von der Westen zu diesem Angebot mit gemacht. Ich finde die dargestellten Auswahlmöglichkeiten in Summe sehr einseitig. Wo ist denn die wahlmöglichkeit "klasse, eine tolle bezahlte Chance"... Sehr einseitig, und damit sehr unschön!
08:21
Hallo zusammen,
Ich verstehe offen gesagt die ganze Aufregung nicht. Macht man ein Praktikum in einem gut situierten Konzern wird man mit max. 400-800€ entlohnt. Man bekommt vereinzelt bestimmt die Möglichkeit diesen speziellen Job dann zu beschnuppern, wird am Ende aber mit Sicherheit das Kopieren und Kaffeekochen perfektioniert haben. Im Regelfall gibt es eher noch weniger Entlohnung und der meist unausgebildete Praktikant / Praktikantin hat mal live reinriechen dürfen.
Diese Ausschreibung verspricht per se schonmal 400€, eine Möglichkeit die einen dickeren Platz im Lebenslauf einnehmen wird als eine Kopieerstelle und vor allem hautnah mal das zu erleben, was sonst eher kaum einer zu Gesicht bekommt. Jungen Praktikanten sollte es nicht um 3-4€ mehr gehen. Lernt mal zu schätzen, dass euch hier eine Investition in eure Zukunft geboten wird. Und für diese Investition erhaltet ihr sogar noch 400€.
Klasse! 100 Punkte...
21:37
Glückwunsch, Frau Höhn. Sie sind damit wohl die derzeit heißeste Anwärterin für den Titel "Wurst der Woche", denn zur selbigen haben Sie sich damit zweifelsohne gemacht.
Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: entweder Sie finden tatsächlich jemanden, der sich bereit erklärt, für dieses Almosen zu arbeiten und das dann aber alles andere als zufriedenstellend macht (wozu sollte er auch, wenn der Lohn nicht passt, ist die Arbeit eben dementsprechend), oder sie finden keinen und müssen Ihre Drecksarbeit komplett alleine machen. Egal, welcher der beiden Fälle eintritt, es gibt wieder zwei Möglichkeiten: entweder sie fangen an, darüber nachzudenken, warum das so ist oder eben nicht. Daß davon der erste Fall eintritt, halte ich nach dem derzeitigen Stand der Dinge für relativ unwahrscheinlich.
20:00
Parteienmitglieder sind Menschen und diese haben den Glauben Machtprozesse über andere ausführen und ausüben zu können.Bärbel Höhn ist nicht ein Einzelfall. Wo Menschen herrschen, wird deren Macht gelebt. Es ist egal, ob Gesetze - Verordnungen bestehen. Der machtorientierte Mensch kümmert sich nicht darum. Er oder Sie sind Egoisten.
11:42
Ist ja wohl der blanke "Höhn".
11:38
Also, ich mach den Job jetzt für 400,00 €/Mo. bei folgenden Konditionen:
Vertragsbasis ist ein Werksvertrag.
Die Arbeitszeit beträgt max. 0,5 Std,/Tag.
Ohne Rechnung, bei Barauszahlung in SF.
Mein Angebot gilt nur noch bis heute 12:00 Uhr.
Bärbel kann sich bitte persönlich hier melden!
18:09
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16:20
Da sieht man mal wieder,wie die Grünen das Volk verarscht,da wird 8,5 Euro Mindeslohn
im Bundestag gefordert und selbst wollen sie einen Mitarbeiter mit 4Euro abspeisen.
Die Forderung über Mindeslohn schein nur eine Betrügerische Fasade zusein.
12:19
Wie viel Vergütung erhalten doch gleich Praktikanten bei der WAZ? Von 400 Euro bei 25 Wochenstunden träumen die nicht mal!
Lang lebe die Heuchelei.
10:34
Wir nur akzeptiert, wenn Bündnis90/Die Grünen noch VOR der Bundestagswahl den Gesetzentwurf für 750,-Euro Kindergeld einreichen und verabschieden, um mind. 2,9 Mio Vollzeitarbeitsplätze zu schaffen ! ... Projekt Next Generation ... http://0cn.de/vuxo