Das aktuelle Wetter Oberhausen 14°C
Verkehrswacht

Großes Abenteuer für die Kleinen

26.07.2009 | 14:37 Uhr

Nach den Sommerferien beginnt für etwa 1800 I-Dötzchen in Oberhausen die Schule. Für die Kleinen ein großes Abenteuer, verlassen sie doch ihre gewohnte Umgebung, weiß die Oberhausener Verkehrswacht.

Schon auf dem Schulweg stellen sich neue, ungewohnte Herausforderungen, die nicht einfach zu bewältigen sind: Zebrastreifen, Fußgängerampeln, parkende und fahrende Fahrzeuge.

Abc-Schützen haben es schwer sich im Straßenverkehr zurechtzufinden. Wegen ihres jungen Alters und fehlender Erfahrung können Kinder Geschwindigkeiten schlechter einschätzen. Zudem haben sie ein viel kleineres Blickfeld als Erwachsene und keinen Sinn für Gefahren. Die Verkehrswacht rät: Damit die Schulanfänger unbeschadet ihr Ziel erreichen, sollten Eltern sie über längere Zeit auf dem Schulweg begleiten und dabei auf Gefahrenquellen mit angemessenen Reaktionen hinweisen. Das schärft die Sinne, Verkehrsregeln werden besser verstanden, riskante Stellen prägen sich schneller ein.

Autofahrer können auch viel dazu beitragen, die Sicherheit der Erstklässler zu verbessern: vorsichtig und vorausschauend fahren, Tempolimits beachten, in der Nähe von Schulen sowie Bushaltestellen runter vom Gas und bremsbereit sein. Denn das „verkehrssichere” Kind gibt es nicht und lässt sich auch mit Verkehrserziehung nicht erreichen. Der Bewegungsdrang und die Spontaneität der Kleinen sind oft stärker als alle Appelle.

Erwachsene sind hier die wichtigsten Vorbilder: Wenn sie mit Kindern unterwegs sind, sollten sie an Ampelanlagen nur losgehen, wenn die Ampel grün zeigt und Straßen möglichst an gesicherten Stellen wie Ampeln oder Zebrastreifen überqueren.

Um auf die Schulanfänger aufmerksam zu machen, führen die Verkehrswacht und die Stadt die Aktion „Brems Dich! Schule hat begonnen” durch. Die Aktion wendet sich mit Spannbändern und Plakaten an die Autofahrer, um sie zu „bremsen” und zu einem vorausschauenden und rücksichtsvollen Fahren zu motivieren. Ferner erhalten alle Schulneulinge von der Verkehrswacht und der Dekra, Niederlassung Oberhausen, fluoreszierende Warnmützen.

Astrid Knümann



Kommentare
Aus dem Ressort
Urnengräber verändern das Bild der Oberhausener Friedhöfe
Gesellschaft
Feuerbestattungen machen mittlerweile drei Viertel der Beisetzungen auf kommunalen Friedhöfen aus. Dadurch werden deutlich weniger Friedhofsflächen benötigt als früher. Die Bestattungskultur ist im Wandel begriffen.
Gastro-Azubis brechen oft ihre Lehre ab
Arbeitsmarkt
Im vergangenen Jahr beendeten 18 Oberhausener Jugendliche ihre Ausbildung in der Gastronomiebranche vorzeitig. Gewerkschaft NGG sieht einige Problemfelder – und die Schuld an der MIsere in vielen Fällen auch bei den Arbeitgebern.
Tiefe Gräben zwischen Gemeinden in Oberhausen
Kirche
Seit dem Zusammenschluss kommt die Großpfarrei St. Pankratius nicht zur Ruhe. Der harte bischöfliche Eingriff in Osterfeld – Propst Hans-Ulrich Neikes wurde abberufen – ist umstritten. Viele Anrufe und Leserbriefe erreichten die Redaktion in den vergangenen Tagen.
Zuschuss für neue Straßenbahn 105 deutlich höher
Nahverkehr
Die Oberhausener Nahverkehrstochter Stoag muss für die 80 Millionen Euro teure Verbindungsstecke zwischen Essen-Frintrop und dem Centro deutlich weniger selbst zahlen als zunächst gedacht – weil Bund und Land sich stärker engagieren.
Oberhausener SPD beharrt auf Pflugbeil-Halle
Kommunalpolitik
Heftiger Streit zwischen den Parteien über die Würdigung von Lokalgrößen. Immerhin erhielt Hugo Baum (SPD) eine Straße – und jetzt auch Fritz Eickelen (CDU). Die Christdemokraten fordern klare Regeln für die Namensgebungen von Straßen, Plätzen und Gebäuden.
Fotos und Videos