Großer Ansturm auf die Oberhausener Bürgerämter

Wer einen neuen Ausweis oder Pass braucht, muss unter Umständen Wartezeiten in Kauf nehmen.
Wer einen neuen Ausweis oder Pass braucht, muss unter Umständen Wartezeiten in Kauf nehmen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Oberhausener, die einen Personalausweis oder Reisepass beantragen wollen, müssen lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Ruhiger ist es mittwochnachmittags.

Oberhausen.. Oberhausener, welche die Sommerferien für ihren großen Jahresurlaub nutzen und dann auch ins Ausland wollen, packen dieser Tage nicht nur ihre Koffer – sie werfen auch einen Blick auf ihren Personalausweis und ihren Reisepass, und schauen genau nach, ob die Dokumente noch gültig sind. In den drei Bürgerservicestellen der Stadt sorgt dies derzeit für einen Ansturm – neue Ausweise und Pässe werden dort fast im Minutentakt beantragt. „In Oberhausen ist aktuell ein verstärkter „Ansturm“ zu vermelden“, heißt es von Stadtsprecher Martin Berger. Wartezeiten von bis zu zwei Stunden müssten Bürger in der Spitze in Kauf nehmen.

„In diesem Jahr wurden mehr Personalausweise und Reisepässe beantragt als im Vergleichszeitraum 2014“, erklärt Berger auf Anfrage weiter. Wieso das so ist – auch in Mülheim berichten die Bürgerämter von deutlich mehr Anträgen – ist jedoch unklar.

Mehr Ausfuhrkennzeichen

Eine Steigerung gibt es ebenfalls bei einem weiteren Aufgabenbereich der Bürgerservicestellen, bei der Ausgabe von Ausfuhrkennzeichen – Kennzeichen zur dauerhaften Verbringung des Fahrzeuges ins Ausland. Wurden 2012 noch 616, 2013 insgesamt 781 und im Vorjahr 905 solcher Kennzeichen ausgestellt, waren es bis zum Stichtag 23. Juni in diesem Jahr bereits 496 Ausfuhrkennzeichen. „Die Zahl ist somit auf jeden Fall ansteigend.“

Laut Stadtsprecher Berger haben die Servicestellen dennoch alles „im Griff“, erwartungsgemäß sei vor den Ferien und in den ersten Ferienwochen mehr zu tun. „Wer früh kommt, ist auch schnell wieder weg“, sagt er in Bezug auf die Wartezeiten. „Der größte ‘Ansturm’ ist ab circa 10.30 Uhr zu verzeichnen. Dann kann es passieren, dass Wartezeiten bis zu zwei Stunden anfallen können.“ Terminabsprachen, etwa für den Nachmittag, können nicht gemacht werden.

„Express-Reisepass“ nach drei Tagen gedruckt

Sollten es Oberhausener besonders eilig haben und schnell ihren Reisepass benötigen, kann auch ein sogenannter „Express-Reisepass“ beantragt werden. Dieser ist in der Regel nach drei Arbeitstagen gedruckt und kann dann ausgehändigt werden. Für diese Sonderleistung der Bundesdruckerei wird allerdings ein Express-Zuschlag in Höhe von 32 Euro fällig.

Einen Tipp gibt Martin Berger noch allen Bürgerinnen und Bürgern mit auf den Weg: möglichst früh oder mittwochnachmittags die Bürgerämter aufsuchen. „Dann ist es in der Regel am ruhigsten.“