Groschek: CDU verschweigt Bordell-Umzug

Der Oberhausener SPD-Chef Michael Groschek fordert CDU-Oberbürgermeisterkandidaten Daniel Schranz dazu auf, konkret zu erklären, wohin die Union das Rotlichtviertel denn verlagern will. „Die Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, ob die CDU das Bordell in ihre Nachbarschaft verlegen will“, meint Groschek, Parteichef und NRW-Städtebauminister.

Vor über einem Jahr hat die Union im Wahlkampf mit der Umsiedlung der Bordelle an der Flaßhofstraße geworben; Schranz hatte dies am Freitag wiederholt. Den neuen Ort fürs Rotlicht wollte die CDU mit Bürgern ausdiskutieren.

„Die CDU hat genug Zeit gehabt, einen entsprechenden Vorschlag zu erarbeiten und auf den Tisch zu legen“, meint Groschek. Die CDU-Ratsfraktion habe seit über einem Jahr keinerlei Vorschläge zum Rotlichtviertel entwickelt und weder im Rat noch in der Alt-Oberhausener Bezirksvertretung Initiativen eingebracht. Es bestünde der Verdacht, dass die Christdemokraten das Thema nur zu Wahlkampfzwecken ansprechen. „So geht man nicht mit berechtigten Sorgen von Bürgern um“, schimpft Groschek.