„Graue Wölfe“ tagen in der Arena

Die „Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland“, als deren Mutterorganisation die rechtsextreme türkische Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) gilt, plant für den 26. April eine Tagung in der König-Pilsener-Arena. Die Linke Liste ruft alle Oberhausener dazu auf, den Ultranationalisten, deren Mitglieder als „Graue Wölfe“ bekannt sind, „keine politische Bühne zu bieten“.

Als „Freuden-Marsch der Türkei-Liebhaber“ angekündigt, lädt die Föderation, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird, kurz vor den Parlamentswahlen in der Türkei am 7. Juni dieses Jahres zu einer Art Wahlkampfveranstaltung für Auslands-Türken in die Arena ein. Ehrengast ist Devlet Bahçeli, Vorsitzender der MHP. Er wolle sich in Oberhausen die Wünsche und Sorgen türkischer Staatsbürger anhören, heißt es in einer Ankündigung.

„Die MHP will die politische Bühne in Deutschland für ihre rechtsgesinnte Ideologie missbrauchen“, sagt Yusuf Karaçelik, Fraktionsvorsitzender der Linken. „Wir stellen uns gegen den Auftritt jener Partei und Organisation, die üble Hetzjagd auf alle Nicht-Türken betreibt.“ Getrieben von ihrer Forderung nach der „Wiedervereinigung“ aller Turkvölker, zählten die „Grauen Wölfe“ Griechen, Armenier, Kurden, Juden und Christen zu ihren Feinden. „Wir sind verpflichtet, unsere Stadt vor Rechtsextremen, Rassisten und Nationalisten zu schützen“, sagt Karaçelik und erinnert an die 2013 im Rat beschlossene Resolution „Kein Raum für Rechtsextreme und Völkerhass in der Arena“.