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Stadtentwicklung

Grand-Alpin-Erfinder spielt kleinere Rolle

04.11.2011 | 09:16 Uhr
Grand-Alpin-Erfinder spielt kleinere Rolle
Auf diesem Gelände soll eine Skihalle entstehen. Foto: Hayrettin Ozcan

Oberhausen.Gesellschafter beauftragt Medienberater für Skihalle. Joachim Herden aber noch mit im Boot. Neue Machbarkeitsstudie in Arbeit.

Eine herbe Schlappe für Joachim Herden : Nach anderthalb Jahren der Ankündigungen, die unerfüllt verstrichen, Zusagen, die nicht eingehalten wurden, und Spekulationen scheint dem Entwickler der geplanten Skihalle am Centro nun den Hut fürs Projekt abgenommen worden zu sein. Der Bocholter Stahlbauer Giesers, dessen Geschäftsführer einer der Gesellschafter der „Grand Alpin“ ist, hat mit dem Heidelberger Thomas John nun einen Medienberater engagiert. So soll nach Angaben von Insidern wieder mehr Seriosität ins Projekt kommen, an dessen Umsetzung zuletzt massiv gezweifelt worden war.

Herden bleibe anerkannt als Initiator der Skihalle, deren Baubeginn er ursprünglich für den letzten Winter angekündigt hatte . Er sei auch weiterhin „mit im Boot“, meint John, aber: „In welcher Form, das zeigt sich in der nächsten Woche.“

Wichtig sei nun, die Diskussion weg von der Einzelperson Joachim Herdens wieder hin zu dem eigentlichen „hoch interessanten“ Vorhaben der Skihalle zu bringen. „Die Kommunikation in den Medien muss auf solide und hochprofessionelle Beine gestellt werden.“

Herden sei „kooperativ“

So sei es „unsinnig“, einen Baubeginn anzukündigen, bevor alle Daten und Fakten bekannt seien. Denn: „Derzeit führen wir noch eine Machbarkeitsstudie durch, das ganze Projekt bekommt eine neue Orientierung“, sagt John.

Klar sei die Bauzeit - acht bis zehn Monate - und die Kosten: „80 Millionen Euro plus oder minus zehn Millionen, wohl eher plus.“ Richtig sei auch, dass die Gesellschafter von „Grand Alpin“ mit interessierten Investorengruppen sprechen, Herden, seit 2010 Geschäftsführender Gesellschafter von „Grand Alpin“, soll an den Gesprächen beteiligt sein.

Was dieser selbst von dem neuen Medienberater hält, ist nicht bekannt. Eine Anfrage dieser Zeitung wollte Joachim Herden lediglich an Thomas John weiterleiten. Herden sei „sehr kooperativ“, sagt John wiederum, man wolle ihn lediglich entlasten.

15 Jahre Centro Oberhausen

Joachim Herden ist übrigens mittlerweile nach Essen gezogen. Dort ist er weiterhin der Präsident des Eishockeyvereins Moskitos , dessen Solvenz derzeit überprüft wird.

Stephanie Weltmann

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Kommentare
29.12.2011
09:59
Grand-Alpin-Erfinder spielt kleinere Rolle
von Vasko11 | #8

Es sieht so aus dass Herr Herden wollte schon Geld für Ski-Halle "sparen":Miete+Nebenkosten 2 Jahren nicht bezahlt + Mitarbeiter nicht bezahlt....!!Organisiert Partys mit paar Familienmitglieder und Alkoholiker das können nicht ganz auf den Alkohol zu verzichten;)(besonders wenn Bier & co. es umsonst gibt;)....Starten jeden Tag mit Fläschien sekt und feiern "Sieg"nach dem noch mehr Leute verar.....hat...??!!
Wer nicht ganz blind ist,kann verstehen worum geht es überhaupt!
Na dann: ich sage nur :prost auf Justiz!

05.11.2011
04:49
Kommunalpolitik
von Erbeck1 | #7

Unter #6 wird in der Tat und zurecht auch die Stadt passend hinterfragt - einige Abläufe sind mehr als dubios .

"Die Kuh vom Eis" - dieses ganze Paket war von mir unter #2 gemeint . Dass noch mal als ergänzende Antwort zur Frage von #Schnabbelschnute .

04.11.2011
22:03
Herzlichen Glückwunsch
von derGeduldige | #6

Glückwunsch zu dieser Entscheidung. Sollte dieses Projekt überhaupt jemals eine Basis gehabt haben - Investor ist nur Berater, etc. - und eine Zukunft haben, dann nicht mit dem bisherigen Aushängeschild der, wenn er denn jemals eine Reputation besessen hat, diese mittlerweile ausreichend beschädigt hat.
- Skihalle- auf Pump geplant - Investor vorgetäuscht - Retten was zu retten ist
- Retter der Moskitos - Resultat: Insolvenz
- Herdens neue Heimat CC Sports - Resultat - Mietvertrag lt. Meldung Radio Oberhausen gekündigt.
- CC Sportwelt Essen - unter dubiosen Umständen komplett ausgestattet von dieser Lichtgestalt der Wirschaft übernommen :)
Wann wird diese laue Berichterstattung einmal etwas fordernder und investigativer. Dieser Mann taucht vor einem Jahr auf und macht alles stubbelig. Wo kommt er eigentlich her, was hat er vorher eigentlich gemacht? Stimmen die Gerüchte, dass er als Rohstoffhändler in Jakarta, Kohle über den Markt getragen hat?
Man kann den Verantwortlichen auf jeden Fall nur zu Ihrem Schritt gratulieren und der Stadt Oberhausen (die sich übrigens Angesichts der Ankündigung eines solchen Projektes seltsamerweise extrem zurückhaltend verhalten hat) nur wünschen dass nun diese Projekt zumindest einmal real überprüft wird. Wir brauchen Projekte im Ruhrgebiet, allerdings solche, die zumindest etwas Substanz haben. Ich finde es nicht nur erstaunlich welche Typen sich hier tummeln sondern wie gerne man anscheinend solchen Typen unvoreingenommen glaubt. Bei jeder Bewerbung, bei jedem kleinen Kredit wird man auf Herz und Nieren geprüft. Ich frage mich ob dieser Mann überhaupt einer Prüfung standhalten kann oder eine Kredit bekommen hätte. Hätten die Beteiligten und Verantwortlichen sich nicht von einer 80 Mio. Investition, einen vermeintlichen finnischen Großinvestor blenden lassen, wäre viel Geld gespart worden.

04.11.2011
18:19
Schnabelschnute
von Erbeck1 | #5

Ihre Frage wurde passend unter #4 "von informant" bantwortet !

04.11.2011
17:19
Joachim Herden
von informant | #4

So lange Herr Herden mit im Boot ist, wird das mit der Skihalle nichts, der Name ist zu negativ belastet.

Allerdings kann man zwischen den Zeilen lesen, dass er schon so gut wie raus ist bei diesem (seinem) Projekt, beeindruckend folgende Aussagen:

"Was dieser selbst von dem neuen Medienberater hält, ist nicht bekannt. Eine Anfrage dieser Zeitung wollte Joachim Herden lediglich an Thomas John weiterleiten. Herden sei „sehr kooperativ“, sagt John wiederum, man wolle ihn lediglich entlasten."

Kooperativ klingt gut...in welchen Situationen ist man kooperativ???

04.11.2011
16:03
Moskitos
von Erbeck1 | #3

Frau Weltmann !

Herr Herden ist kein Präsident mehr - es gab freundlich ausgedrückt einen Rücktritt . Dies sei nur am Rande erwähnt , da dies im WAZ-Bericht erwähnt wurde . Vom Insolvenzverwalter sind zwei Verantwortliche Herren bestellt worden und darunter befindet sich Herr Herden nicht !

04.11.2011
15:53
Seriosität
von Erbeck1 | #2

Ich habe schon eine ganze Weile voller Interesse auf den nächsten und nun erfolgten Sachstandsbericht gewartet .

Nun ist er da und er überrascht mich keineswegs . Nein , er ist sogar viel zurückhaltender als erwartet .

Nur : Wie kriegt man nun seriös die Kuh vom Eis - dies dürfte die primäre Frage sein ! Die jetzige Erklärung ist ja nur eine Annäherung gegenüber der Öffentlichkeit , aber es werden noch andere Meldungen mit mehr Würze folgen , da bin ich mir recht sicher .

1 Antwort
Welche Kuh?
von Schnabbelschnute | #2-1

Wer sollte hier was vom Eis bekommen? Welche Kuh? Erstmalig ist doch hier ein privates, solides Unternehmen auf der Bildfläche erschienen, das offensichtlich von der Umsetzung des Projektes so stark überzeugt ist, dass es die fälligen Genehmigungsgebühren von immerhin rund 330.000 Euro gezahlt hat. Aussage des Unternehmenssprecher (aus dem Wochenanzeiger): „Die Skihalle ist ein fantastisches Projekt im Herzen des Ruhrgebiets, das wir umsetzen wollen und auch werden.“ Besser geht es doch nicht.

04.11.2011
09:32
Lieber ein Loch!
von Schantall | #1

Lasst doch die OGM ein Loch buddeln, in des dann alle ihre Kohle werfern können.

Wäre doch mal was neues in Oberhausen. Windige Projekte, die von vornherein ne Lachnummer sind, hatte Oberhausen doch schon genug.

Schon erstaunlich, welche Typen sich hier tummeln :-)))

1 Antwort
Tja Schantall,
von Schnabbelschnute | #1-1

Tja, Schantall, Sie tragen Ihren Namen zu Recht. Was hat die OGM mit der Skihalle zu tun? Die Fa. Giesers aus Bocholt ist ein normales, privates Stahlbauunternehmen, das immerhin bereits die Gebühren der Baugenehmigung an die Stadt gezahlt hat - über 300.000 Euro wohlgemerkt. Es ist schon erstaunlich, wie dumm einige Oberhausener sind, die private Unternehmen nicht von Einrichtungen der Stadt unterscheiden können.

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