Gotteshäuser in Oberhausen öffnen ihre Türen

In der Nacht der offenen Kirchen wurden 2010 zur Ruhr 2010 in der Christuskirche in Alt-Oberhausen Kulturbeutel ausgestellt.
In der Nacht der offenen Kirchen wurden 2010 zur Ruhr 2010 in der Christuskirche in Alt-Oberhausen Kulturbeutel ausgestellt.
Foto: WAZ Fotopool
Was wir bereits wissen
In Oberhausen gibt es in diesem Jahr wieder eine Nacht der offenen Kirchen. Am Freitag, 29. Mai, laden 16 Gemeinden aller christlichen Kirchen der Stadt dazu ein.

Oberhausen.. In diesem Jahr passiert etwas Besonderes, wenn am Freitag, 29. Mai, die Oberhausener Kirchen ihre Türen öffnen. Ehe die Nacht der offenen Kirchen um 19 Uhr offiziell beginnt, steigen um 18.30 Uhr von einem zentralen Ort Tauben auf, die sternförmig in die Gemeinden fliegen werden. „Für diese Aktion konnten wir Taubenväter aus ganz Oberhausen gewinnen“, freut sich Peter Alferding, Mitorganisator der Nacht der offenen Kirchen. Und er erklärt auch gleich: „Tauben sind von alters her das Symbol für den heiligen Geist.“

Das Motto dieser fünften Nacht der Kirchen ist dann auch „Der Geist weht, wo er will“. Und wessen Geistes Kind sie sind zeigen wieder einmal die sieben Kirchen, die zur „Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen“ gehören. Deren Motto ist nämlich „Kirchen in Oberhausen - mehr drin als du glaubst“. „Dass das genauso ist, wollen wir mit der Aktion beweisen“, sagt Alferding. Die Nacht beginnt in allen 16 Gemeinden, die sich beteiligen, um 19 Uhr und endet um 24 Uhr. „Die ganze Vielfalt, die in den Kirchen eh steckt, konzentriert sich an diesem Abend in diesem Zeitraum“, erklärt Alferding.

Kirchenasyl wird Thema sein

Mit dabei sind Gemeinden aus der ganzen Stadt - von Königshardt bis Alstaden, von Holten bis Dümpten. „Für uns ist ein Kommen und gehen wichtig, die Leute sollen in dieser Nacht verschiedene Kirchen besuchen“, verdeutlicht Alferding. Im Moment seien sie deshalb auch in Gesprächen mit der Stoag. „Wir hoffen, dass die Verkehrsbetriebe uns einen Bus sponsern, der die Kirchen zum Beispiel im Rhythmus von einer Stunde anfährt.“ Die Nacht sei selbst für Menschen interessant, die gar nicht kirchennah seien.

Und sie ist aktuell. In der Markuskirche wird es etwa einen Flüchtlingsgottesdienst geben. „Dort wird auch das Kirchenasyl Thema sein“, verdeutlicht Alferding. Mit dabei ist auch das Ökumenische Kirchenzentrum in der neuen Mitte. Das bietet „Was Schönes für Leib und Seele“. Oder: St. Antonius lässt die Pfingstgeschichte in allen Sprachen der Menschen erzählen, die in der Gemeinde leben. Und das sind in der Innenstadt viele. „Alle reden durcheinander, bis sich doch wieder alles zusammengeführt wird“, sagt Alferding. Und: Besonders schöne Kirchenfenster werden von außen angestrahlt, damit die Besucher sie in der dunklen Nacht auch bewundern können.

Noch fehlen genaue Zeit- und Ortsangaben

Ob nun Kunstausstellungen, Theater, Musik, Tanz, Meditation - die Liste der Angebote ist lang. „Jeder kann sich seinen individuellen Fahrplan zusammenstellen“, sagt Alferding. Um 24 Uhr wird dann in allen Gemeinden parallel gebetet und ein Abschluss-Segen erteilt.

Wer mehr über die Nacht der offenen Kirchen und das Programm erfahren möchte, kann sich unter www.kirchennacht-oberhausen.de informieren. Allerdings fehlen zum Teil noch genaue Zeit- und Ortsangaben.

Die Homepage wird laufend aktualisiert. Nach Ostern werden Flyer mit dem Programm verteilt. Sie werden in den Gemeinden, öffentlichen Gebäuden oder Geschäften ausliegen.