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Gläserner Anbau sorgt für Stirnrunzeln

05.05.2009 | 19:02 Uhr

Verwaltung sucht Expertenmeinungen für denkmalwürdige Lösung am Bert-Brecht-Haus und betreibt ansonsten Platz-Planungen mit Druck.

Mit Stirnrunzeln hatten nicht wenige die Planungen rund um Saporoshje-Platz und Bert-Brecht-Haus verfolgt – Hauptgrund für Sorgenfalten ist die allenthalben geäußerte Absicht, dem großartigen Backsteingebäude einen gläsernen Anbau zu schneidern, der die Öffnung zum Platz bilden soll. Das ruft vor allem Leute auf den Plan, die sich um Denkmalcharakter sorgen und auf architektonische Unversehrtheit nicht verzichten wollen. Planungsdezernent Peter Klunk trug gestern im Planungsausschuss vor, dass es solche Bedenken mittlerweile auch in der Verwaltung gebe, ihr Ausdruck: „Wir suchen gerade nach Fachleuten für eine denkmalwürdige Lösung.”

Im Juni – so die Zeitplanung – sollen die Planungen für das Gebäude und den Platz und die Verkehrsführung vorliegen.

Verkehrsführung

Das ist bei allen Vorüberlegungen immer noch recht schnell und hat vor allem damit zu tun, dass es um Mittel aus dem Konjunkturpaket II geht – und die sollen bis zum 31. Dezember rechnungsmäßig verbaut sein. Völlig offen scheint dabei die Frage der Verkehrsführung zu sein. Zur Erinnerung: Schon im Sommercamp des letzten Jahres auf dem Platz schwirrten zahlreiche Überlegungen und Modelle umher, ohne dass es einen klaren Favoriten gegeben hätte. Viele Aspekte sind zu berücksichtigen: Anlieger, Besucher, Arbeitsplätze, Parkplätze, Busverkehr, Klunk: „Wir arbeiten mit Hochdruck.”

Ab Anfang nächster Woche sollen sich auch Oberhausenerinnen und Oberhausener in eine Unterschriftenliste in Sachen Betuwe eintragen können, teilte Klunk gestern mit. In den anderen Städten und Kreisen am Niederrhein wird seit Wochen signiert.

Gustav Wentz

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Kommentare
07.05.2009
01:17
Gläserner Anbau sorgt für Stirnrunzeln
von brutuz | #2

- Planungsdezernent Peter Klunk trug gestern im Planungsausschuss vor, dass es solche Bedenken mittlerweile auch in der Verwaltung gebe. - Und das ist nicht alles. Nicht nur in der Verwaltung, sondern auch im Kulturausschuss wurde der Vorschlag kontrovers diskutiert. Von zweierlei Maß kann hier nur bedingt die Rede sein.

- Das Fördergeld muss in der Tat noch in diesem Jahr ausgegeben werden, ansonsten verfällt es.

- Das Bert-Brecht-Haus ist keineswegs zum Leerstand verurteilt, es beherbert die Stadtbibliothek.

Ich empfehle folgenden Link:
www.bibliothek.oberhausen.de/index.php?i=1012&id=1002

Das finde ich um einiges besser, als ne billig erhaltene Immobilie mit kostenpflichtigen Parkplätzen.

06.05.2009
10:02
Gläserner Anbau sorgt für Stirnrunzeln
von technikus53 | #1

Es ist schon merkwürdig, wie hier mit zweierlei Maß gemessen wird.
Vielen Besitzern denkmalgeschützter Häuser wird z.B. vorgeschrieben, daß sie keine Fassadendämmung zur Energieeinsparung machen dürfen oder welche Dachpfannen sie zu verwenden haben, sind sie auch noch so selten und teuer.
Die Stadt als Eigentümer hat sich an denkmalschützerische Vorgaben nicht zu halten.
Hier muß das Fördergeld noch in diesem Jahr zum Fenster rausgeworfen werden, koste es, was es wolle.
Anstatt diese Immobilie, die nach dem Auszug der Behörden eh zum Leerstand verurteilt ist, einfach nur kostengünstig zu erhalten ( abreißen darf man sie ja nicht ), werden Millionen verschwendet.
Die Errichtung von bewirtschafteten Parkplätzen auf dem Saporoshje - Platz wäre in Anbetracht des Parkplatzmangels bürgernah, sinnvoll und rentabel.

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