Gewerkschaft lehnt Fusion von Polizei Oberhausen und Essen ab

In der Leitstelle der Polizei Oberhausen. Die Gewerkschaft der Polizei hat Bauchschmerzen, was die Zusammenlegung der Polizei Oberhausen und Essen angeht.
In der Leitstelle der Polizei Oberhausen. Die Gewerkschaft der Polizei hat Bauchschmerzen, was die Zusammenlegung der Polizei Oberhausen und Essen angeht.
Foto: Fabian Strauch / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist gegen eine Fusion des Oberhausener Präsidiums mit dem in Essen, da die Bürgernähe darunter leiden würde.

Oberhausen.. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Oberhausen, Volker Fritz, erteilt Plänen, die örtliche Polizeibehörde mit der in Essen zusammenzulegen (wir berichteten), eine klare Absage. Er habe die Gedanken der Expertenkommission, die einen Bericht zur zukünftigen Aufstellung der Polizei am Dienstag vorstellte, „mit Erschrecken“ aufgenommen, wie Fritz unserer Zeitung gegenüber erklärt. „Die Nähe zum Bürger wird auf jeden Fall leiden“, lautet seine Befürchtung, sollten diese Pläne in die Tat umgesetzt werden. „Es wird weiterhin den Bezirksbeamten vor Ort geben, der als Ansprechpartner zur Verfügung steht, aber das ist schon fast der einzige positive Aspekt.“

Bei der Zusammenlegung der Polizeipräsidien würde es eine Zusammenlegung der Leitstellen geben. „Das heißt, Notrufe oder Nachfragen über Telefon werden nicht mehr von dem Polizisten angenommen oder beantwortet, der seinen Bereich kennt wie seine Westentasche“, erklärt der Gewerkschafter. Ob darunter auch tatsächlich die Reaktionszeit der Polizei leiden würde, lasse sich noch nicht sicher absehen.

Einige Aufgaben abgeben

Da das Ziel die Personaleinsparung sei, „scheint es aus meiner Sicht klar zu sein, dass auch die Zahl der Streifenwagen für Oberhausen reduziert werden könnte“, meint Fritz. Sollten Dienststellen zusammengelegt werden, so müssten sich demnächst Oberhausener, die Opfer einer Straftat wurden, auf den Weg zum Polizeipräsidium Essen machen, um dort eine Aussage zu machen.

Sicherheit Im Bereich der polizeilichen Aufgaben sieht Fritz durchaus einen Bewegungsspielraum. Bei Ruhestörungen könnte etwa der kommunale Ordnungsdienst in die Verantwortung genommen werden. Kritischer würde es bei Einsätzen bei Verkehrsbehinderungen. „Wer soll alternativ tätig werden?“, fragt sich Fritz. Ebenso problematisch sieht er das Thema „hilflose Personen“. Die Polizei sei oft schneller vor Ort als ein Rettungsdienst, da die Beamten regelmäßig Streife fahren.

„Aus Sicht der GdP Oberhausen sind wir für die Überlegungen in Hinsicht auf die Aufgabenstraffung bei der Polizei, aber eine Zusammenlegung der Behörden Essen und Oberhausen lehnen wir vehement ab“, schließt Fritz seine Einwände.