Gesunder Babyschlaf kann den Kindstod verhindern

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Das Evangelische Krankenhaus Oberhausen (EKO) unterstützt gemeinsam mit der Allianz Kindergesundheit e.V. seit vielen Jahren die Präventionskampagne „Gesunder Babyschlaf“. Ziel dieser Aktion ist es, alle Eltern über die optimalen Schlafbedingungen ihres neugeborenen Kindes aufzuklären. Innerhalb der Klinik für Geburtshilfe und der Klinik für Kinder und Jugendliche im EKO geben die Ärzte und Pflegekräfte wichtige Hinweise, um das Sterblichkeitsrisiko im ersten Lebensjahr des Kindes zu minimieren.

Die Aufklärungsarbeit beginnt schon vor der Geburt, etwa bei den regelmäßig angebotenen Kreißsaalführungen im EKO. Ist das Kind zur Welt gekommen, wird über den sogenannten „Plötzlichen Kindstod“ bei der U2-Untersuchung und beim Entlassgespräch durch den Kinderarzt detailliert aufgeklärt. Dabei werden mit Hilfe der Präventionskampagne „Gesunder Babyschlaf“ wertvolle Informationen mit auf den Weg gegeben.

„Für einen gesunden und sicheren Schlaf ist neben rauchfreier Umgebung und richtiger Schlafzimmertemperatur vor allem die Rückenlage auf fester Matratze entscheidend“, erklärt Dr. Antje Stockmann. „Da eine Verlegung der Atemwege durch Bettdecken verhindert werden soll, wird ein Schlafsack empfohlen.“ Um den gesunden Babyschlaf zu fördern, erhält seit 2010 jedes im EKO geborene Kind einen Schlafsack. „Die Eltern freuen sich immer sehr, wenn wir ihnen einen Schlafsack schenken“, erzählt Heike Frischen, Stationsleitung der Wöchnerinnenstation. Der Schlafsack dient dazu, die jungen Eltern an die wichtigen Maßnahmen zum gesunden Babyschlaf zu erinnern. Die Finanzierung des Schlafsacks wird unterstützt durch die Allianz Kindergesundheit e.V. und die Förderinitiative krankes Kind e.V. (FinkK).

Der Plötzliche Kindstod (med. Sudden Infant Death Syndrome, Kurz: SIDS) ist in den Industrieländern die häufigste Todesursache bei Kindern im ersten Lebensjahr.