Gesunde Pflastersteine auch für Oberhausen

Ein Versuchsfeld für Pflastersteine, die aufgrund ihrer Eigenschaften in der Lage sind, Schadstoffe abzubauen, legt das Unternehmen STEAG Power Minerals in Bottrop an. Im Bild: v.l. Andreas Hugot (Geschäftsführer STEAG Power Minerals), Burkhard Drescher ( Geschäftsführer Innovation City) und Oberbürgermeister Bernd Tischler.
Ein Versuchsfeld für Pflastersteine, die aufgrund ihrer Eigenschaften in der Lage sind, Schadstoffe abzubauen, legt das Unternehmen STEAG Power Minerals in Bottrop an. Im Bild: v.l. Andreas Hugot (Geschäftsführer STEAG Power Minerals), Burkhard Drescher ( Geschäftsführer Innovation City) und Oberbürgermeister Bernd Tischler.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Pflastersteine, die Schadstoffe in der Luft abbauen können, könnten demnächst auch in Oberhausen liegen. In Bottrop läuft bald ein Versuch.

Oberhausen.. Ein Straßenpflaster, das die Luft verbessert? Wenn es nach den Oberhausener Sozialdemokraten ginge, könnten Straßen der Stadt bald damit gepflastert werden. In der Nachbarstadt Bottrop wird jetzt ein entsprechender Versuch anlaufen, dabei wird eine Referenzfläche angelegt.

„Wir werden den Testversuch in Bottrop genau verfolgen und uns schon vorab über Einsatzmöglichkeiten, Kosten und die zu erwartenden Verbesserungen der Luftwerte informieren“, sagt Manfred Flore, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Ratfraktion. Die Sozialdemokraten wollen deshalb die Verwaltung in einer der nächsten Sitzungen des Umweltausschusses mit einer entsprechenden Prüfung beauftragen.

Erfolgreicher Test im Labor

Das neue Pflaster ist ein Produkt der Firma Steag Power Minerals. Rein optisch unterscheiden sich die Pflastersteine nicht von altbekannten Betonziegeln, wie sie seit langem im Straßenbau verwendet werden. Durch die Zugabe des Stoffes „Photoment“ sollen Stickoxide von den Steinen aufgenommen und durch einen Filtereffekt in Nitrate umgewandelt werden. Im Labor wurde das Pflaster bereits erfolgreich getestet.

„Diese Produktentwicklung des Steag-Konzerns könnte auch eine Möglichkeit sein, Schadstoffe in der Oberhausener Luft noch weiter zu reduzieren“, überlegt Manfred Flore nun.