Funken sprühten, Sterne flogen
24.10.2009 | 11:54 Uhr 2009-10-24T11:54:00+0200Der Auftakt zu „Schlaflos” und „Mond & Sterne” verlief an einem schönen Herbstabend verheißungsvoll
Die Langemarkstraße ist selten so voll von Menschen gewesen wie Freitagabend. Dabei ist sie so schön, wenn sie mal ohne Verkehr ist – wie nachmittags noch zu sehen. Dann passen so kleine, hübsche Buchantiquariate auf die Fahrbahnseiten, dann darf flohmarktmäßig Preiswertes angeboten werden. Aber wie gesagt: Am Abend war sie voll – und sie war bei angesichts der Jahreszeit traumhaftem Wetter nicht weniger schön.
Der Oberbürgermeister eröffnete die 2. Kulturnacht („Schlaflos”) und die 3. Literaturnacht („Mond & Sterne”) in einem Atemzug, und danach brannte Stefan Howe, Pyro-Artist in der Feuerwerk-Agentur „LunatX” ein kleines, aber sehr feines Feuerwerk ab. Die Fassade des Bert-Brecht-Hauses erlebte aufregende Sekunden zwischen goldenen Fontänen und roten Funken, untermalt mit dramatischer Musik.
Erfrischend kurze Feier
Fast ehrfürchtiger Applaus, der stärker wurde am Ende des zweiten Teils der mit einer Viertelstunde erfrischend kurzen Eröffungsfeier. Veronica Maruhn erschien in einem Fenster der ersten Etage, in silberner Robe und mit rauschgoldener Haarpracht Oden an den Mond vortragend, Trompeter Peter Holl begleitete zurückhaltend. Und als beide sich zurückzogen, ergoss sich ein wahrer Sternenregen über die vielhundertköpfige Zuschauer- und -hörermenge. Sehr stimmungsvoll!
„Wer kommt, kommt”
Das war der Auftakt zu einer langen Nacht, der Oberbürgermeister Klaus Wehling zuvor viele, viele Besucher gewünscht hatte, auf dass sie „unter Oberhausens weitem Kulturhimmel” Stunden voller kultureller, historischer und ästhetischer Stimmung erlebten. Auf einem Weg, der vom Bert-Brecht-Haus quer durch die Stadt führte, zum Gasometer und zur Antonyhütte, zum K14 und Gdanska, zum Theater und zur Galerie Ludwig. Alles nach dem Motto: „Wer kommt, kommt. Wer bleibt, bleibt so lange er mag.”

12:53
Die Kultur-/Literaturnacht war eine nette Veranstaltung. Die Spielorte waren treffend ausgewählt und das Programm war ebenfalls eine gute Mischung.
Den einzigen Nachteil sah ich in der grottenschlechten PR. Ich habe nur durch Zufall von der Kulturnacht erfahren. Auch die Werbung in Oberhausen war praktisch nicht vorhanden.
Mit mehr Werbung hätte man sicherlich mehr Gäste mobilisieren können. Ich hoffe, dass die Veranstalter beim nächsten Mal die Werbetrommel stärker rühren, so dass mehr Gäste kommen.