Fürstin Gloria von Thurn und Taxis besucht Oberhausen

Fürstin Gloria von Thurn und Taxis kommt nach Oberhausen in die Herz-Jesu-Kirche in der Stadtmitte.
Fürstin Gloria von Thurn und Taxis kommt nach Oberhausen in die Herz-Jesu-Kirche in der Stadtmitte.
Foto: imago/APress
Was wir bereits wissen
Gloria Fürstin von Thurn und Taxis kommt mit der „Schola Gregoriana“ nach Oberhausen. Karten für die Veranstaltung gibt es ab 23. Februar.

Oberhausen.. Oberhausen bekommt adligen Besuch. Fürstin Gloria von Thurn und Taxis wird am 25. Juni gemeinsam mit der „Schola Gregoriana“ einen Abend in der Herz-Jesu-Kirche in der City gestalten. Dann soll sich die „Mystik der Gregorianik“ in dem Gotteshaus entfalten – getragen von den gregorianischen Gesängen der „Schola Gregoriana“, neun ehemaligen Regensburger Domspatzen, und Texten der Benediktinerin Hildegard von Bingen, vorgetragen von Gloria von Thurn und Taxis.

Wer sich jetzt fragt, wie um Himmels willen eine Fürstin aus dem Süden des Landes den Weg ins Revier findet, der geht da mit Stadtdechant und Pfarrer Peter Fabritz konform. „Als der Manager der Fürstin bei mir nachhörte, ob ein solches Konzert in Oberhausen möglich sei, war ich vollkommen überrascht“, sagt der Hausherr von Herz-Jesu.

Er sei der Fürstin zwar zwei Mal beim Weltjugendtag begegnet, kenne sie aber nicht persönlich. Allerdings sei ein Freund von ihm, ein Professor der Theologie, mit der Fürstin sehr gut bekannt. „Vielleicht hat er ihr gegenüber meinen Namen erwähnt“, überlegt Peter Fabritz. Grundsätzlich suchten die Veranstalter von „Mystik der Gregorianik“ nach großen, nach Mittelpunktkirchen für die Auftritte ihrer Akteure.

Der gelebte Glaube

Wie auch immer: Fabritz sagte zu und dachte im selben Moment noch: „Oh Schreck, wie kriege ich das jetzt hin?“ Denn der Auftritt der Fürstin ist zwar kostenlos, die Schola aber ist teuer. „Es ist ihr Beruf“, entschuldigt der Pfarrer die Honorarforderungen der Sänger. Für Peter Fabritz bedeutet das nun: Die Kirche mit ihren 600 Sitzplätzen muss voll werden, sonst ist das Ereignis finanziell nicht zu stemmen.

Doch trotz seiner Sorgen freut er sich auch auf das Konzert mit der laut Zweitem Vatikanischen Konzil eigentlichen Kirchenmusik, der Gregorianik, und auf den Besuch der Fürstin. „Sie hat mal gesagt, dass der gelebte Glaube auch in ihren wildesten Zeiten für sie immer da war“, erklärt Fabritz. Insofern habe sie jenen Leuten etwas voraus, für die ein moderner und ein gläubiger Mensch nicht vereinbar seien. „Ich habe noch kein Interview mit ihr erlebt, in dem sie nicht über ihren Glauben gesprochen hat“, schildert der Priester. So habe er als Pfarrer die Gelegenheit, einen prominenten Glaubenszeugen kennen zu lernen.

Wo die Fürstin im Juni in Oberhausen übernachten wird? „Wahrscheinlich bei mir“, sagt Peter Fabritz. Ihr Manager habe das angeregt. Ein richtiges Heimspiel hat beim Konzert im Juni der Kantor der Pfarrei Herz Jesu, Horst Remmetz. Der hervorragende Organist wird das Konzert „Mystik der Gregorianik“ an der Orgel begleiten.

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