Für Energieberater gibt’s in Oberhausen viel zu tun

Foto: Martin Berger
Was wir bereits wissen
Das gilt für das Team der Verbraucherzentrale auch bei städtischen Gebäuden. Ziel: mehr Sanierungen in den Vierteln mit hohem Erneuerungsbedarf.

Oberhausen..  Die Chancen, Energie und damit Geld zu sparen, sind vielfältig: Sie reichen vom richtigen Lüften, über den Austausch einer Heizungsanlage bis zur kompletten Gebäudesanierung. Für viele Maßnahmen gibt es Fördermittel. Eine kundige und unabhängige Beratung bietet die Verbraucherzentrale.

Ein Angebot, das die Stadt Oberhausen mit 50.000 Euro pro Jahr bis einschließlich 2017 unterstützt. „Und das schon von vielen Oberhausenern genutzt wird“, erklärt Energieberatern Martina Zbick.

„Bisher gab es vor allem viele Fragen zum Energieausweis“, lautet Zbicks Bilanz nach den ersten 50 Tagen. Diesen Ausweis müssen Hausbesitzer vorlegen, die eine Wohnung neu vermieten oder ein Gebäude oder eine Wohnung verkaufen. Er erläutert dem Käufer den Energiebedarf eines Objekts.

Wer wissen möchte, welche energetischen Schwachstellen sein Haus oder seine Wohnung hat, zu dem kommt ein Energieberater auch ins Haus. Er schaut sich Heizung, Dämmung, Fenster, Warmwasseraufbereitung an, gibt Empfehlungen und erklärt, was man tun muss, um Fördermittel zu erhalten. In Oberhausen gebe es zahlreiche Gebäude, die energetische Verbesserung nötig hätten, betont Zbick. Die 90-minütige Energieberatung kostet 60 Euro.

Weitere Aspekte, mit dem sich die Beraterin und ihre Kollegen beschäftigen, sind Schimmel und Feuchtigkeit. „Wir messen vor Ort, erforschen die Ursachen und schlagen geeignete Maßnahmen vor.“

Mit besonderen Aktionen will die Verbraucherzentrale auf verschiedene Energiespar-Aspekte hinweisen und informieren: Im Juli können interessierte Bürger eine Holzpelletheizung besichtigen, im September steht das Thema „Heizkosten senken“ auf dem Programm. „Außerdem wollen wir die Eigentümer in Stadtgebieten mit besonderem Sanierungsbedarf motivieren, ihre Gebäude zu modernisieren. Dazu werden wir in den Quartieren sein, also direkt vor Ort“, verspricht Zbick. Und im Winter soll es auch wieder eine Thermographie-Aktion geben: Mit einer Wärmebildkamera können Schwachstellen an Gebäuden – die fiesen Kältebrücken – sichtbar gemacht werden.

Eine Methode, die bei vielen städtischen Gebäuden zeigen würde: Es gibt noch viel zu tun.

Es gibt zwei Beratungsstandorte: Verbraucherzentrale am Bert-Brecht-Haus ( 251 09) und Technisches Rathaus in Sterkrade ( 825 22 10). Kostenlose Telefonische Beratung montags von 15 bis 18 Uhr und freitags von 10 bis 13 Uhr unter 91108630. Infos online: vz-nrw.de/energieberatung