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Für Elektro Koppen geht es steil bergauf

29.10.2012 | 07:00 Uhr
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Für Elektro Koppen geht es steil bergauf
Ausbildung schreibt Koppen groß: Sechs neue Azubis gehören zum Team. Christian Marissen ist Azubi im ersten Jahr und arbeitet an seinem Übungsbrett. Foto Ulla Emig wazfotopool

Oberhausen. Häuser sind Energieschlucker . Dass Eigentümer aber ihre Immobilien dick mit Dämmwolle ummanteln , um Heizkosten zu sparen , hält Tobias Koppen für unzureichend. „Ich wundere mich, warum die Diskussion nicht darüber hinaus führt“, sagt der Geschäftsführer des Buschhausener Betriebs Elektro Koppen und rechnet vor: Allein 30 bis 40 Prozent des Energieverbrauchs seien einzusparen, wenn Geräte im Haus quasi miteinander zu sprechen beginnen. Gebäudeautomation nennt sich das, und Elektro Koppen gehört zu den erfolgreichsten Betrieben in diesem Bereich.

Lager mit über 50.000 Ersatzteilen

Steil bergauf geht es seit einigen Jahren für die Elektro-Firma: Die Mitarbeiterzahl wuchs kontinuierlich auf heute fast 60 Angestellte. Das Aufgabenfeld wurde enorm erweitert und das Firmengelände auf 800 Quadratmeter vergrößert. Das Ergebnis: Seit 2005 vervierfachte sich der Umsatz. So rasant ist das Unternehmen gewachsen, dass Tobias Koppen nun sogar vorsichtig auf die Bremse tritt. „Wir wollen noch in 50 Jahren existieren, da ist ein gesundes Wachstum wichtig.“

2005 hat der 34-Jährige die Firma in zweiter Generation übernommen, an den Start ging er mit einem Zehn-Jahres-Plan. Koppen stärkte den Bereich der Elektroinstallationen, mit denen der Betrieb groß wurde, erweiterte unter anderem das Lager auf heute über 50 000 Ersatzteile. Elektro Koppen ist heute außerdem in der Klima-, Sicherheits- und Datentechnik aktiv, installiert Photovoltaik-Anlagen genauso wie Sprechanlagen, berät bei Fragen zu Rauchmeldern, bietet Serverschränke und ist der Kundendienst der Marke Stiebel Eltron.

Ein weiterer Geschäftsbereich ist die Gebäudeautomation. Was das heißt, zeigt Tobias Koppen in einem der neuen Beratungsräume. Dort hängt ein Bildschirm, über den per Fingerdruck oder übers Mobiltelefon die Lichter im Raum an- und ausgeschaltet, die Jalousien zugezogen werden können und der Hausalarm aktiviert werden kann. Koppen: „Gebäudeautomation heißt, dass elektrische Geräte miteinander vernetzt sind, so überwacht und geregelt werden.“ Öffnet sich das Fenster, dreht sich die Heizung herunter. Die Waschmaschine springt an, wenn der Strom besonders günstig ist. „Nach zwei Jahren refinanziert sie sich“, so Koppen.

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