Freundeskreis: Theater darf nicht kaputt gespart werden
06.01.2010 | 18:30 Uhr 2010-01-06T18:30:00+0100Der Freundeskreis „Theater für Oberhausen” hält wenig von den Sparvorschlägen, die der Düsseldorfer Regierungspräsident Jürgen Büssow geäußert hat.
Eine Großstadt wie Oberhausen, so der Vorsitzende Gerd Lepges, brauche ihr eigenes Theater, mit dem sich die Bürger identifizieren können. Das Theater Oberhausen, das in diesem Jahr 90 Jahre alt wird, sei ein wichtiger kultureller Identifikationspunkt. Noch wichtiger sei die Kinder- und Jugendarbeit, die der jungen Generation sinnvolle kulturelle Werte vermittle. Die dafür aufgewandten Finanzmittel seinen eine grundlegende Investition in die Zukunft.
Im Übrigen würden Sparmaßnahmen bereits vorgenommen. Der Freundeskreis ist jedoch der Meinung, dass das Theater nicht „kaputt gespart” werden dürfe. Eine Aufgabe des Theaters sei ein unwiederbringlicher Verlust für Oberhausen und die Region, aus der das Theater Oberhausen sein Publikum bezieht.
Die von Büssow im Vergleich mit Essen kritisierten zu hohen Zuschüsse pro Karte seien „eine Milchmädchenrechnung”. So werde nicht klar, ob der Zuschuss pro Karte in Essen sich nur auf das Grilllo-Theater (Schauspielhaus) beziehe oder auf den gesamten Betrieb der Essener Theater und Philharmonie GmbH. Außerdem sei diese Kennzahl abhängig von der Zahl der Theaterbesucher nach dem Motto: Je mehr Besucher, desto geringer der Zuschussbetrag pro Besucher.

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Man kann sich nicht beschweren, dass die Jugend immer weiter verblödet und gleichzeitig immer mehr kulturelle Angebote streichen. Kultur kostet nunmal in erster Linie Geld und ist nicht dazu da, sich eine goldenen Nase damit zu verdienen. Eine Zusammenlegung oder Schließung kann nicht immer als einzige Lösung gesehen werden.