Freunde der Archäologie beobachten Bodenfunde

Mit unverändertem Vorstand geht der Verein „Freunde der Archäologie im Raum Oberhausen“ (Faro) in sein sechstes Jahr. Bei der Jahreshauptversammlung im neuen Stadtarchiv in Lirich wählten die Mitglieder einstimmig Udo Peters zum Vorsitzenden, Dr. Jürgen Heinrichs zum Stellvertreter und Albert Karschti zum Geschäftsführer und Kassierer.

Einen schönen Erfolg verzeichnet der Verein mit der von Otto Dickau und Christoph Eger verantworteten Herausgabe des Bandes „Emscher – Beiträge zur Archäologie einer Flusslandschaft im Ruhrgebiet“, der mittlerweile zum Gegenstand wissenschaftlicher Beachtung und Diskussion geworden ist. Das Buch – im örtlichen Handel erhältlich – hat die Beiträge zur von Faro organisierten „Emscherkonferenz“ von 2013 in der Burg Vondern zum Inhalt.

Die Burg Vondern bleibt auf der Liste der Faro-Vorhaben: Nachdem der Verein vor knapp drei Jahren den archäologischen Nachweis für die Existenz eines Vorgängerbaus (so genannte „Motte“) neben dem heutigen Herrenhaus erbracht hatte, ist die fotometrische Vermessung der mittelalterlichen Anlage abgeschlossen. Sie wirft einige neue Fragen zur Baugeschichte auf, denen nachgegangen werden soll.

Im Spektrum der Faro-Aktiven befindet sich weiterhin eine fränkische Siedlung unweit des Sterkrader Zentrums. Aufmerksam verfolgt wird aber auch die Entwicklung um die Bodenfunde, die bei Ausschachtungsarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Oberhausen gemacht worden waren. Dabei spielt die Neufassung des Denkmalschutzgesetzes eine Rolle, weswegen der Verein auch in engem Kontakt mit der Unteren Denkmalbehörde bei der Stadt steht.

Der Verein – derzeit 25 Mitglieder stark – wird sich am 13. September am „Tag des offenen Denkmals“ beteiligen, kündigte Udo Peters an.