Frauen der Rotarier tun Gutes in Oberhausen

Der neue Vorstand des Inner Wheel Club: v.l. Vice-Präsidentin Dr. Ilse Haußmann, Präsidentin Gracia Sanzo Dotzauer und Pastpräsidentin Beate Mattkey.
Der neue Vorstand des Inner Wheel Club: v.l. Vice-Präsidentin Dr. Ilse Haußmann, Präsidentin Gracia Sanzo Dotzauer und Pastpräsidentin Beate Mattkey.
Foto: Fabian Strauch
Was wir bereits wissen
In Inner Wheel Club engagieren sich die Frauen von Rotariern für soziale Zwecke. In Oberhausen sind die Damen noch nicht so bekannt.

Oberhausen.. Was ist der Inner Wheel Club (IWC)? Eine Frage, die Menschen in Oberhausen schön öfters gestellt haben. Die Antwort: Es sind die Frauen der Mitglieder der Rotary Clubs. In Oberhausen sind sie noch recht unbekannt. Zumindest haben die Inner Wheelerinnen dieses Gefühl. Dabei tun sie viel für die Stadt und engagieren sich für eine ganze Reihe von Projekten.

Den Clubnamen „Mülheim an der Ruhr - Schloss Broich“ haben die Frauen im Juli 2013 in IWC Mülheim an der Ruhr - Oberhausen geändert. Das soll deutlich machen, dass rund ein Fünftel der 60 Mitglieder aus Oberhausen kommen.

Die Frauen arbeiten ehrenamtlich

Der neue Vorstand ist in gewisser Weise auch der alte. Er setzt sich aus der Präsidentin Gracia Sanzo-Dotzauer, der Vize-Präsidentin Ilse Haußmann und der Pastpräsidentin Beate Mattkey sowie der Sekretärin Birgit Schmitz-Mansecks zusammen. Vergangenes Jahr war Gracia Sanzo-Dotzauer noch Stellvertreterin und Beate Mattkey Präsidentin. Ilse Haußmann übernimmt das Amt nächstes Jahr. So sorgen die Inner Wheelerinnen für Kontinuität, da niemand ohne Erfahrung in den Vorstand rutscht.

Und das ist wohl auch gut so. Denn von der Kontinuität der Frauen zehren viele gemeinnützige Vereine in der Stadt. So haben sie die Sprachförderung von Kindern an der Marienschule ins Lebengerufen. Unterstützen das Friedensdorf Oberhausen finanziell. Sie helfen jungen Künstlern im Konzertexamen. Die Inner Wheelerinnen sind in Sachen Obdachlosigkeit unterwegs Und. Und. Und. Alles ehrenamtlich – das versteht sich für die Frauen von alleine.

Sie wollen in Oberhausen bekannter werden

Dennoch: Es ist ein Punkt auf den sie aber gerne hinweisen, weil: „Alles Geld, das wir einnehmen, geht dadurch eins zu eins in unsere Projekte“, sagt Birgitt Pasdzior, Pressesprecherin des IWC. Hier haben sie so mancher gemeinnützigen Organisation etwas voraus, die sich einen großen Verwaltungs- und Marketingapparat leistet.

Geld nehmen sie hauptsächlich über ihre Aktionen ein. „Es ist ganz klar“, sagt Beate Mattkey, „dass wir gute Aktionen machen müssen, um unsere Projekte fortzusetzen.“ Sie verkaufen Trödel versteigern selbstgemachte Kunst und veranstalten Konzerte. Ein Beispiel: 2014 luden sie zum Haydn-Jugend-Streichorches in die Oberhausener Lutherkirche. „Das war ein großer Erfolg“, sagt Birgit Pasdzior: „Gut für unsere Kasse, gut für unsere Projekte.

Wegen solcher Aktionen wollen sie in Oberhausen bekannter werden. Anders als in Mülheim ist hier in der Stadt ihr Netzwerk noch ausbaufähig. So stehen sie beispielsweise auf dem Mülheimer Weihnachtsmarkt, aber nicht auf dem in Oberhausen. „Uns fehlt der Kontakt“, sagt Beate Mattkey.

Caritativer Coup

Jüngst gelang den Frauen noch ein karitativer Coup. Sie verteigerten zwei getöpferte Steelen, die sie selbst gestalteten. Inner Wheel-Kunst zuzusagen. Sie kamen für 2000 Euro unter den Hammer. Wie viel sie pro Jahr einnehmen, das verraten die Frauen aber nicht. Betriebsgeheimnis.

Wie sie das Geld verteilen, darüber sprechen sie aber sehr wohl. Jedes Jahr im Januar treffen sich die Frauen. Vertreter der Projekte, die sie unterstützen, kommen auch, um sich vorzustellen. Dann entscheiden die Frauen, wer wie viel bekommt. Und das geht ganz schnell und einfach bei den Inner Wheelerinnen. „Wir sind Frauen“, sagt Gracia Sanzo-Dotzauer, „wir organisieren das ganz systematisch“. Pragmatisch sind die Clubmitglieder eben.