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Streitigkeiten als...

Frau mit zahlreichen Messerstichen getötet

20.04.2009 | 18:58 Uhr

Mit zahlreichen Messerstichen soll eine 41 Jahre alte Frau eine 57-jährige Oberhausenerin getötet haben.

Das Opfer war am Sonntag gegen 12.50 Uhr von Angehörigen vermisst worden, die die Frau schließlich tot auf dem Speicher eines Mehrfamilienhauses in Alstaden entdeckten.

„Die Messerstiche waren für die Angehörigen zunächst nicht ersichtlich, sie sahen jedoch Blut und gingen davon aus, dass etwas Schreckliches passiert war”, erklärte gestern Herbert Lenhart, Leiter des Kriminalkommissariats 11. Bei ersten Befragungen im Haus erklärte die mutmaßliche Täterin gegenüber Polizeibeamten, die Frau getötet zu haben. „Da Frauen selten andere Frauen umbringen, wären wir ohne diese Aussage zunächst nicht von der 41-Jährigen als Täterin ausgegangen”, erklärte Lenhart. Die Polizei hätte eher nach einem männlichen Täter gesucht.

Die weiteren Ermittlungen förderten dann das schreckliche Geschehen genauer zu Tage. So soll zwischen den beiden Frauen seit längerem ein Streit geschwelt haben. Die 41-Jährige, die ohne weitere Familie in dem Haus wohne, habe, so die Darstellung der Polizei, schließlich den Entschluss gefasst, ihre Kontrahentin zu töten. Bereits in den späten Nachmittagsstunden des vergangenen Samstags habe die Frau das Opfer im Hausflur angegriffen, als es vom Einkaufen nach Hause kam. Die 41-Jährige soll die andere Frau in den Speicher gezerrt und dort mit mehreren Messerstichen getötet haben. Anschließend habe sie die tote Frau dort einfach liegen lassen. Obwohl die Oberhausenerin ein Geständnis ablegte, habe sie nichts zum Hintergrund der Streitigkeiten sagen wollen und auch nichts dazu, warum sie diesen grauenvollen Entschluss fasste. KK 11-Leiter Lenhart erklärte, die Frau sei nicht geistig verwirrt erschienen. „Bei ihrem Geständnis wirkte sie ruhig und gefasst.”

Bei der Obduktion des Opfers wurden zahlreiche Messerstiche im Oberkörper und in anderen Körperteilen festgestellt. Gegen die 41-Jährige erließ das Amtsgericht Oberhausen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg Haftbefehl wegen Totschlags. „Für den Vorwurf des Mordes müssten entsprechende Merkmale, etwa niedrige Beweggründe wie Rache vorliegen”, so Lenhart. Zu welchem Ergebnis die Ermittlungen nun kommen, ist abzuwarten.

Andrea Micke

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